Niederndodeleben l Im Spiel des Dritten und des Vierten waren die Voraussetzungen für die Heimsieben alles andere als gut, denn die Dodeleberinnen mussten notgedrungen mit nur sechs Feldspielerinnen antreten. Damit war von vornherein klar, dass es eine Kraftfrage wird, die 60 Minuten auf gewohntem Spielniveau durchstehen zu können.

„Wir brauchen einfache Tore. Und vor allem: verwandelt Eure Chancen sicher!“, war die Forderung von TSV-Coach Michael Funke vor der Partie. Vorsorglich hatte Josephine Suchan neben dem Torwart­trikot auch ein Spielertrikot parat, um im Fall eines Ausfalls einer Feldspielerin einspringen zu können.

Konzentration als Trumpf

Die TSV-Frauen spielten von Beginn an konzentriert in Abwehr und Angriff. Mit vorgezogener 5:1-Deckung schränkte Desireè Sehls die Wirkung von Burgenlands bester Torschützin Stiskall ein. Die Abwehr stand gut und was dennoch durchkam parierten mehrfach die glänzend aufgelegten Torfrauen Josephine Suchan und Sabine Scharioth.

Bilder

Über die Zwischenstände 4:2 und 6:3 (10.), durch die auf der mittleren Aufbauposition Regie führende Conny Bergmann, bauten die TSV-Frauen ihren Vorsprung weiter aus. Das brachte Ruhe und Sicherheit in die Aktionen, auch im Hinblick auf die notwendigen Kraftreserven.

Führung zur Halbzeit

Die diesmal auf der rechten Außenposition aufgebotene Veronika Bange hatte bis zum beruhigenden 15:10-Halbzeitstand ihre glänzende Form mit acht Treffern unterstrichen.

Mit der gleichen Toranzahl in der zweiten Halbzeit katapultierte sie sich an die Spitze der Torschützenliste.

Verständlich, dass die Dodeleberinnen die Pausendauer maximal ausreizten, ehe die routinierten und sicher leitenden Schiedsrichter Oliver Niedner und Thomas Schüller die zweiten 30 Minuten freigaben.

TSV baut Führung aus

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Jo-Ann Brunne energisch am Kreis durch und erhöhte mit ihrem dritten von insgesamt fünf Toren auf 20:12. Mitte der zweiten Hälfte merkte man schon, dass Kraft und Konzentration beim Gastgeber etwas nachließen. Dennoch nutzte der TSV konsequent seine Chancen. In Überzahl – die Torhüterin von Burgenland war gegen eine Feldspielerin gewechselt – gelang Franziska Sprotte nach abgewehrtem Ball das spektakuläre 23:15 ins leere Tor.

Auf 24:19 (55.) verkürzte Burgenland noch einmal, ehe Ina Funke mit dem 27:20 drei Minuten vor Ultimo für die endgültige Entscheidung sorgte. Torfrau Josephin Suchan kam mit ihrem Spielertrikot auf der Linksaußenposition zum Einsatz. Conny Bergmann gelang trotz Unterzahl eine Sekunde vor Schluss der 29:20-Endstand.

Lob vom Trainer

Noch auf der Platte nahm Trainer Funke sein Team zusammen und lobte die disziplinierte Leistung mit wenig Fehlern und einer hohen Torwurfeffektivität. „Trotz der leeren Reservebank haben wir 60 Minuten im Angriff Druck gemacht und in der Abwehr gut gestanden“, so der Coach.

Nach vierwöchiger Pause geht es für Niederndodeleben mit zwei Auswärtspartien in Dessau und Görlitz weiter, ehe am 7. April das nächste Heimspiel gegen Halle stattfindet.

Statistik

TSV Niederndodeleben: Suchan, Scharioth; Sehls, Funke 3, Bange 16/6, Sprotte 1, Brunne 5, Bergmann 4. Siebenmeter: TSV: 7/6Burgenland: 5/3 Zeitstrafen: TSV: 2; Burgenland 4 (Rote Karte Schulz, 59.); Schiedsrichter: Oliver Niedner, Thomas Schüller.