Beetzendorf l Zwar reichte es nicht ganz zum ersten Sieg, doch jubeln durften die Handballfrauen der SG Neuferchau/Kunrau trotzdem. Die Schützlinge von Trainerin Cornelia Kammann freuten sich über ihren zweiten Saisonzähler in der 2. Nordliga, der gegen den Güsener HC nicht zwingend zu erwarten war. Die SG Neuferchau/Kunrau erkämpfte sich in heimischer Beetzendorfer Sporthalle ein 22:22 (12:11)-Remis gegen den favorisierten Rangfünften.

SG Neuferchau/Kunrau bestimmt

Zwischenzeitlich sah es sogar nach einer Überraschung aus, denn Neuferchau/Kunrau bestimmte in einigen Phasen die Szenerie, verpasste es aber, sich entscheidend abzusetzen. So blieb Güsen in Schlagdistanz, wendete den Spieß und kam am Ende noch zu einem Unentschieden. Dieses entsprach unter dem Strich allerdings auch dem Spielverlauf.

Schon die Startphase in Beetzendorf ließ erahnen, welch spannende Angelegenheit dieses durchaus hart geführte Duell werden würde. Bis zum 4:5 waren zumeist die Gäste die vorlegende Mannschaft, ehe die gastgebenden Westaltmärkerinnen durch Jeannette Liebelt, Ute Gebühr und Stephanie Grabow den Spieß zum 7:5 (10.) wendeten.

Güsener HC verkürzt

Das Schlusslicht machte seine Sache im ersten Abschnitt gut. In der Abwehr wurde energisch um jeden Ball gekämpft, vorne allerdings noch nicht effektiv genug getroffen. Güsen glich wieder aus (7:7/15.), ehe Juliane Helmeke und Grabow per Siebenmeter für die erste Drei-Tore-Führung der Gastgeberinnen sorgten – 12:9 (27.). Die restlichen Minuten des ersten Abschnitts liefen dann aber an der SG Neuferchau/Kunrau vorbei. Die Gäste konnten auf 11:12 bis zum Kabinengang verkürzen und rochen somit wieder Lunte.

Nachdem der Güsener HC kurz nach Wiederanpfiff des Schiedsrichtergespanns Matthias Hoffmann/Christian Tegge zum 12:12 (33.) ausglich, gelang der Kammann-Sieben erneut ein kleinerer Lauf. Helmeke und zweimal die starke Grabow sorgten für ein recht komfortables 15:12 (37.) auf der Anzeigetafel.

SG Neuferchau/Kunrau nervös

Einerseits stand die Deckung in dieser Phase solide, gewann somit mehrere Bälle und die resultierenden Tempogegenstöße wurden zumeist erfolgreich abgeschlossen. Die SG Neuferchau/Kunrau hätte sicherlich in der Folge sogar den Deckel draufpacken können, verpasste dies allerdings. Die Gastgeberinnen wirkten trotz der eigentlich sicheren Führung nervös, fabrizierten zu viele Ballverluste und trafen den Kasten nur noch selten.

Die GHC-Damen pirschten sich wieder heran und konnten nach einem Drei-Tore-Lauf beim 18:17 (51.) erstmals den Spieß wieder wenden. Es blieb fortan spannend, wobei aber Güsen immer wieder die vorlegende Mannschaft war. Tessa Müller brachte die Gäste 32 Sekunden vor Ultimo mit 22:21 in Front, doch ein Angriff blieb der SG Neuferchau/Kunrau noch. Diesen schloss Liebelt 15 Sekunden vor der Schlusssirene zum 22:22 ab.

Dieses Ergebnis konnte die SG Neuferchau/Kunrau auch halten und träumt nach dem immerhin zweiten Unentschieden nun auch vom ersten Saisonerfolg. Die starke Leistung gegen den Güsener HC sollte dem Kammann-Team jedenfalls Mut machen.

SG Neuferchau/Kunrau: Zacharias, Lüders – Helmeke (2 Tore), Liebelt (2), Grabow (9), Schulz (3), Gebühr (3), Tschorsnig, Frankenberger (1), Blume (2), Lenz.

Güsener HC: Hünecke – T. Müller (5), Glatzer (1), Schöneberg (8), Geue (5), R. Müller (1), Wambach (1), Kowalewski, Dreist (1).