Oebisfelde l Mit einem überraschend deutlichen 45:26 (25:13)-Sieg im Spitzenspiel der 1. Nordliga der Frauen gegen Post Magdeburg hat der SV Oebisfelde die Fans in der heimischen Hans-Pickert-Halle begeistert.

SV Oebisfelde weiter an der Spitze

Während die Allerstädterinnen dank ihres elften Saisonerfolges weiter an der Spitze stehen und damit auch weiter den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga fest im Visier haben, dürfte für die Post-Truppe, die mit 20:6 Punkten noch Rang zwei hält, die Meisterschaft kein Thema mehr sein. Schärfster Verfolger des SV Oebisfelde könnte Eiche Biederitz werden. Die weiblichen Eichen liegen bei einem Spiel weniger als der SV Oebisfelde (22:2 Punkte) mit 18:4 Zählern auf Platz drei.

Diese Rechnereien spielten allerdings keine Rolle. Die SVO-Frauen um Trainer Christian Herrmann waren auf das Spitzenspiel gegen Post Magdeburg fokussiert. Wobei nur die Gastgeberinnen eine Spitzenleistung ablieferten. Die Gäste konnten dagegen in keiner Phase des Spiels den Nachweis erbringen, weshalb sie ein Titelaspirant sind. Die Postlerinnen gingen gegen sehr motivierte und fast in Bestbesetzung aufspielende Oebisfelderinnen praktisch unter.

Magdeburgs Maßnahme zeigt keine Wirkung

Die Gäste versuchten in der Defensive einiges, um die Angriffswucht des SV Oebisfelde wenigstens halbwegs in den Griff zu bekommen. Doch keine Maßnahme zeigte Wirkung. Nicht die offensive Abwehrvariante, der kompakte Block oder das enge Markieren der SVO-Rückraumschützinnen Lena Witzke und Franziska Dietz. Die Herrmann-Sieben wusste alle Klippen zu umschiffen und lag nach 18 absolvierten Minuten schon komfortabel mit 16:7 vorn.

Ihren Hunger hatten die spiel-, konter- und abwehrstarken Gastgeberinnen damit aber noch nicht gestillt. Bis zur Halbzeit und erst recht nach dem Wechsel blieb der SV Oebisfelde weiter die deutlich dominierende Mannschaft.

Post Magdeburg konnte zwar nach Wiederanpfiff auf 14:26 verkürzen, doch danach ging es ganz schnell. Lena Witzke, Josefin Meyer (2), Juliane Dreyer (2) sowie Juliane Thiele schraubten mit sechs Treffern in Folge das Ergebnis auf 31:15. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 37 Minuten.

SV Oebisfelde lässt nicht nach

Den Postlerinnen drohte nun der komplette Absturz, zu dem es auch kam, da ihr Kontrahent bis zum Abpfiff nicht nachließ. Lena Witzke setzt schließlich mit zwei verwandelten Siebenmetern zum 45:26-Endstand den Schlusspunkt hinter eine für die Zuschauer sehr ansehenswerte Begegnung.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Trainer Christian Herrmann und merkte an: „Wir haben alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir ließen uns auch durch die verschiedenen Abwehrvarianten des Kontrahenten nicht aus der Ruhe bringen. Meine Mannschaft ist dabei sehr geschlossen aufgetreten. Jetzt wollen wir natürlich die Spitzenposition verteidigen.“

SV Oebisfelde: Hübe, N. Gerlach - Stöter (4), Dreyer (4), Dietz (3), P. Gerlach (1), Müller (4), Markstein, Schröder (2), Meyer (5), Franke (3), Wagner (5), Thiele (5), Witzke (9/3).

Siebenmeter: 3/3; Zeitstrafen: 0.