Oebisfelde l Aufgrund einer schlechten Leistung hatten die Frauen des SV Oebisfelde am 14. Dezember das letzte Hinrundenspiel bei der TSG Calbe mit 23:28 in den Sand gesetzt. Die SVO-Sieben hat zum Auftakt der Hinrunde gegen die Saalestädterinnen den Spieß jedoch umgedreht und setzte sich klar mit 34:27 (12:10) durch.

SV Oebisfelde gut vorbereitet

Christian Herrmann, Trainer der weiblichen Sachsen-Anhalt-Liga-Sieben von der Aller, hatte seine Schützlinge akribisch auf das Unternehmen Wiedergutmachung vorbereitet. Zum Beispiel im taktischen Bereich. Denn in den ersten 30 Minuten operierte seine Sieben in der Defensive mit zwei vorgezogenen Spielerinnen. Grund: Die TSG-Frauen sollten sich, weil sie im Angriff wegen der offensiven SVO-Defensive läuferisch mehr gefordert waren, nach und nach „müde laufen“, wie es der SVO-Übungsleiter nach Abpfiff formulierte.

Trainer Herrmanns taktischer Zug lief zunächst jedoch ins Leere. Denn die Calbenserinnen fanden die sich ihnen bietenden Lücken. Folge: Nach acht Minuten lag die TSG mit 5:2 vorn. „Dass wir zu diesem Zeitpunkt Schwierigkeiten hatten, lag nicht unbedingt an der Arbeit in der Abwehr, sondern im Angriff agierten wir noch zu unsortiert“, erläuterte Christian Herrmann.

SV Oebisfelde konsequenter

Aber die Szenerie sollte sich ändern. Mit zunehmender Spieldauer traten die SVO-Frauen in der Offensive konsequenter auf. Vor allem Franziska Dietz übernahm Verantwortung und netzte ein. Zudem steigerte sich Julia Hübe im SVO-Gehäuse. Die Oebisfelderinnen übernahmen so nach dem 8:8 (22.) durch Elisa Wagner, sie kam nach Verletzungspause zu einem Kurzeinsatz, das Kommando und legten konzentriert nach.

Franziska Dietz, Paula Gerlach, Hanna Langbartels und Yvonne Malinowski sorgten bis zur 28. Minute für eine Vier-Tore-Führung (12:8). Aber in der Schlussminute konnte Calbe durch Antje Schreiber und Sophia Rust noch auf 10:12 verkürzen. Die Gäste konnten daher wieder hoffen.

Hoffnung kocht auf Sparflamme

Knapp sieben Minuten nach Wiederanpiff der souveränen Schiedsrichter Nico und Denny Trumpf kochte das Hoffen der TSG allerdings nur noch auf Sparflamme. Denn die gut aufspielende Anna Schröder hatte zum 18:12 getroffen. Calbes Trainer Gunnar Lehmann nahm die Auszeit. Die zeigte auch Wirkung, da die TSG auf 15:18 (41.) verkürzte.

Mehr gelang den Gästen aber nicht. Die Herrmann-Schützlinge, die in Hälfte zwei in der Abwehr wieder im bewährten 6:0-Riegel standen, strafften die Zügel und setzten zur Entscheidung an. Die fiel dann nach dem 19:24 der TSG in Minute 48. Denn Lena Witzke und Alina Müller, ihr gelang ein makelloser Hattrick, schraubten das Resultat auf 28:19 (52.).

TSG Calbe stellt um

Calbe stellte danach in der Defensive, mit Blick auf Ergebniskosmetik, um. Der SVO-Rückraum, konkret Franziska Dietz und Lena Witzke, genoss die besondere Aufmerksamkeit der TSG. Erfolg brachte das enge Markieren aber auch nicht. Die Oebisfelderinnen fanden, wie zu Beginn der Kontrahent, die Lücken in der offensiven Abwehr. Die TSG kam nicht mehr heran, so dass Lena Witzke fünf Minuten vor Ultimo mit dem 30:21 endgültig alle Hoffnungen der Gäste versenkte.

SV Oebisfelde: Hübe, N. Gerlach - Stöter, Langbartels (1), Brosig, Dietz (8), P. Gerlach (5/3), Müller (4), Linhardt (1), Schröder (3), Meyer (5/1), Wagner (1), Malinowski (3), Witzke (3).

Siebenmeter: 4/4; Zeitstrafen: 1.

TSG Calbe: Hecker, Baier - Mennecke (2), Lehmann (2), Herrmann (2), Rust (3), Heinrich (1), Thomas (1), Wenzel, Gaul (2/1), Hüls (5), Feilhaber (3), Schreiber (6/1).

Siebenmeter: 2/2; Zeitstrafen: 2.