Klötze l Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben die Kraftsportler des VfB 07 Klötze die Saison in der 1. Bundesliga im Kraftdreikampf in Ilmenau abgeschlossen. Dabei belegten sie am Ende in der Nordstaffel einen soliden fünften Platz, können aber sehr optimistisch in die Zukunft blicken.

Dritter Rang für den VfB 07 Klötze

Die Klötzer Kraftsdreikämpfer kehrten so mit dennoch hervorragenden 1232,29 Punkten und dem dritten Rang in der Tageswertung in die Heimat zurück. Sieger in Ilmenau wurde Gastgeber SAV Erfurt mit 1401,60 Punkten.

Der große Traum vom Bundesliga-Finale ist also für die Altmärker geplatzt. Doch das tat er bereits einen Tag vor dem Wettkampf. Jan Grigat, der sicher mit guten 450 Punkten eingeplant war, musste aufgrund einer Erkrankung absagen und konnte nicht mit nach Thüringen reisen.

Allerhöchsten Respekt

„Im Prinzip war da schon klar, dass wir unsere Ziele nicht erreichen können. Aber was die Jungs in Ilmenau im Wettkampf gezeigt haben, zollt allerhöchsten Respekt ab“, so VfB-Sparten- und Übungsleiter Günter Lüdecke.

Kurzfristig musste der natürlich auch Ersatz beschaffen. Das gelang auch, und René Borchert sprang ein. So nahmen Thomas Korell, Patrick Lösel, Vincent Opitz und Borchert die Reise nach Ilmenau auf sich.

Schon im Vorfeld bat Korell darum, den Wettkampf ohne unterstützendes Equipment absolvieren zu dürfen. „Da brauchte ich nicht lange überlegen. Aufgrund der Tatsache, dass Jan Grigat abgesagt hatte und wir ohnehin keine Chance auf das Finale hatten, war das natürlich kein Problem“, so Lüdecke.

Youngster überzeugen

Damit war auch klar, dass wahrscheinlich eine dreiköpfige Jugend/Junioren-Mannschaft des VfB 07 Klötze die Wertungspunkte bringen wird. Und die Youngster überzeugten auf der Wettkampfbühne mit starken Leistungen und Bestleistungen.

Allen voran war wieder einmal Bundes-Nachwuchskader Patrick Lösel eine Klasse für sich. Seine 280 Kilogramm in der Beuge, die neue Bestleistung bedeuteten, oder auch die 165 auf der Bank und die 255 im Kreuzheben - an 260 Kilogramm scheiterte Lösel nur knapp - belegen das eindeutig.

Starken Wettkampf abgeliefert

Dafür gab es nicht nur die 700 Kilogramm Gesamtleistung, sondern auch starke 438,62 Punkte nach Wilks für die Teamwertung. „Patrick hat trotz des großen Pensums in den letzten Wochen wieder mal einen starken Wettkampf abgeliefert. Für ihn war es auch noch einmal ein guter Test für die Europameisterschaft Anfang Mai“, so Lüdecke.

Einen tollen Wettkampf lieferte auch „Einspringer“ René Borchert ab. Mit gerade einmal 74,5 Kilogramm Körpergewicht beugte der Junior starke 230 Kilogramm in dritten Versuch, schob 152,5 auf der Bank nach und ließ noch einmal 190 im Kreuzheben ins Protokoll eintragen. Mit 409,85 Punkten und 572,5 Kilogramm Gesamtlast belegte Borchert Platz zwei in der internen Klötzer Rangliste.

Vincent Opitz überzeugt

Auch Vincent Opitz, für den es die Bundesliga-Premiere war, überzeugte mit guten Leistungen auf der Heberbohle. „Auch Vincent hat die 400 Punkte schon drin. Wenn es nicht die Probleme beim Bankdrücken gegeben hätte, wären sie sogar schon beim Wettkampf in Ilmenau fällig gewesen“, so Günter Lüdecke.

Mit 200 Kilogramm im Kreuzheben (persönliche Bestleistung), 162,5 auf der Bank und schließlich 212,5 im Kreuzheben, kratzte er mit 575,0 Kilogramm Gesamtlast an der 400 Punkte-Marke und kam auf 383,81 Zähler.

Trainingslager zahlt sich aus

„Man hat eindeutig gesehen, dass sich das Trainingslager, gerade mit Blick auf die Kniebeuge, ausgezahlt hat. Unsere vier Teilnehmer brachten alle Versuche in die Wertung und das noch mit vielen Bestleistungen. Darauf können die Jungs stolz sein. Nur an der Tiefe müssen wir noch ein wenig feilen“, so Übungsleiter Lüdecke.

Der freute sich auch über den soliden Wettkampf von Thomas Korell (RAW). 200 Kilogramm in der Beuge, 130 auf der Bank und 200 im Kreuzheben konnten sich ebenfalls sehen lassen und reichten für 355,42 Punkte, die den Streichwert bildeten.

Finale nicht erreicht

Somit kamen die Klötzer Jungspunde auf tolle 1232,29 Punkte und Platz drei der Tageswertung. „Wir haben zwar das Finale nicht erreicht, aber können dennoch zufrieden sein. Gerade was die Zukunft angeht, können wir sehr optimistisch sein. Wir haben viel Lob und Anerkennung für unseren Nachwuchs erhalten. Wenn die Jungs so weitermachen, werden sie noch viel erreichen können. Allerdings müssen wir uns noch ein wenig gedulden“, so Lüdecke.

Nordstaffelsieger wurde übrigens wie erwartet der SV Motor Barth mit einem Schnitt von 1519,23 Punkten. In der Südstaffel siegte dagegen der KSV Mainz mit 1565,85 Zählern. Die Motor-Männer sind dann auch Gastgeber für den Finalkampf am 26. Mai 2018.