Magdeburg (emü). Die Erfolgsserie des MSV 90 Preussen hält weiter an. Am 13. Spieltag der Verbandsliga gewannen die Sudenburger beim 1. FC Lok Stendal durch ein Tor von Nils Oliver Göres (78. Minute) mit 1:0 (0:0) und stehen jetzt auf Platz eins der Tabelle.

"Glückwunsch an die Mannschaft", gab Trainer Dirk Hannemann nach dem Spiel zu Protokoll. "Es war deutlich zu sehen, dass wir die drei Punkte unbedingt haben wollten. Mit Kampfgeist und Leidenschaft haben wir uns, auch in Unterzahl, die besseren Möglichkeiten erspielt und verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Jungs."

Dabei hätten die Magdeburger schon in der ersten halben Stunde alles klar machen können. So rettete der Stendaler Nellesen für seinen Torhüter, als Göres auf das leere Tor schoss, in höchster Not (4.) oder verpasste Lucas Santos Pereira eine Freistoßflanke von Alexander Siemke nur um Zentimeter (14.). Auch die Chance von Thomas Schulz (20.) brachte nichts ein, da Stendals Keeper Stephan Boy zu Stelle war.

Dann waren plötzlich die Hausherren am Drücker. So tanzte zunächst ein Schuss von Maximilian Butze auf der Querlatte (31.), dann parierte Christoph Juckelandt zweimal glänzend gegen Maik Aumann (34.) und Dominik Eggemann (38.). Die nächsten Chancen hatten dann wieder die Preussen durch Schulz (38.), Siemke (41.) und Christian Behr (44.), die aber allesamt ungenutzt blieben.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Gäste wieder einige "Hochkaräter" (Göres, Röhl, Pereira), konnten aber erneut kein Kapital daraus schlagen. Ab der 55. Spielminute mussten die Preussen in Unterzahl weiterspielen, da Torhüter Juckelandt bei einen Abwehrversuch den Ball, außerhalb des Strafraums mit der Hand parierte und dafür von Schiedsrichter Sebastian Sauer (Aken) die Rote Karte gezeigt bekam. In das Tor ging für ihn Stürmer Steve Röhl, der auch als Torhüter sein Können bewies und zweimal toll parierte.

Letztendlich war bei den Magdeburger die numerische Unterlegenheit nicht erkennbar, sie kamen immer mehr in Fahrt und belohnten sich mit dem Siegtreffer von Göres (78.), der zur Stelle war, als ein Schuss von Patrick Podehl vom Pfosten zurücksprang und er eiskalt verwandelte.