Karate l Magdeburg (vs) Am vergangenen Wochenende fanden in Konstanz die Karate Europameisterschaften der Japan Karate Association (JKA) statt. Mit 22 teilnehmenden Nationen in den beiden Altersklassen der Junioren 18-20 Jahre sowie der Leistungsklasse im Männer und Frauenbereich ab 21 Jahre war alles an Rang und Namen der JKA-Europa vertreten.

Vom Budo Karate Club Magdeburg (BKC) war Christin Hundertmark im Kata Einzel und Team für den deutschen Nationalkader nominiert. Die erfolgreiche Magdeburgerin konnte bereits mehrfach bei Europa- und Weltmeisterschaften an den Start gehen.

Nach erfolgreicher Vorrunde konnte die deutsche Frauenmannschaft als zweitbestes Team in die Finalrunde einziehen. Dort ging die Mannschaft nach ihrer Kürkata "Nijushiho" mit dem besten Punktergebnis von der Kampffläche. Überboten wurden sie nur von der Auswahl Serbiens, die mit einem Zehntel Vorsprung die Deutschen auf Rang zwei verwiesen.

Vom HKC Magdeburg-Barleben nahmen Katharina Feldmann (AK 18 bis 20 Jahre) im Kata-Einzel, Kumite-Einzel und Kumite-Team sowie Bianca Walsleben (AK ab 21 Jahre) im Kumite-Einzel und Kumite-Team teil. Für Feldmann war es der erste Start bei einer Europameisterschaft. Im Kata-Einzel schied sie in der zweiten Runde aus. Auch im Kumite-Einzel ging sie sehr kraftvoll und technisch sauber vor. Ihre Gegnerin konterte sie aber jeweils zweimal aus, so dass sie auch hier sehr schnell ausschied.

Trotzdem ermutigt ging sie mit ihren zwei Teamkolleginnen in den Kumite-Team-Wettbewerb. Hier konnten die drei Mädels die Vorrunden für sich entscheiden und zogen in das Finale gegen Ungarn ein. Feldmann zeigte auch hier wieder eine sehr engagierte Leistung, bestach durch unbändigen Kampfgeist. Oft war sie mit ihren Techniken bei ihrer Gegnerin im Ziel. Allerdings werteten die Kampfrichter diese nicht, so dass sie, wie ihre beiden Teamgefährtinnen auch, den Kampf verlor und sich die deutsche Mannschaft mit Silber begnügen musste.

Bianca Walsleben trat zunächst im Kumite-Einzel an. In der ersten Runde gegen eine Italienerin ging sie taktisch klug vor, setzte zwei schnelle Kontertechniken zum Kopf ihrer Gegnerin. Auch die zweite Runde konnte sie für sich entscheiden. Somit stand sie im Poolfinale. Hier agierte sie aber zu zögerlich, so dass ihrer Gegnerin den Kampf besser aufbauen konnte. Walsleben unterlag diesen und scheiterte knapp vor dem Kampf um die Medaillenränge.

Diese Euphorie nahm sie mit in die Kumite-Team-Kämpfe. Die drei Damen des deutschen Teams konnten ihre Vorrunden für sich entscheiden. Im Finale trafen sie auf England. Nachdem die erste deutsche Starterin ihren Kampf verlor, ging Walsleben auf die Tatami. Nach druckvollem Kampf sprachen ihr die Kampfrichter den Sieg zu. Auch die deutsche Schlusskämpferin gewann schnell einen Punkt, brachte diesen durch taktisch kluges kämpfen und sicherte dem Team die Goldmedaille.

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