Neu-Olvenstedt. Mit einem 42:25 (19:13)-Schützenfest besiegte der BSV 93 in der Sachsen-Anhalt-Liga der Handball-Männer am Wochenende die Gäste aus Jessen und steht damit an der Spitze der Ligatabelle.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase taten sich die 93er zunächst schwer mit der defensiven und kompakten 6-0-Abwehr der Gäste. Beim 5:4 hatte man aber noch einen kleinen Vorteil auf seiner Seite. Doch dann stellten sich eine Reihe teilweise haarsträubender Fehler im Spiel des BSV ein. Hinzu gesellte sich noch eine schlechte Chancenverwertung, so dass Jessen einen Zwei-Tore-Vorsprung (5:7) herauswerfen konnte.

Dies zwang die BSV-Bank zu einer frühen Auszeit (13. Minute). Da die BSV-Deckung aber lange die passende Abstimmung suchte, konnten die Gäste mit einfachen Schlagwürfen und Anspielen an den Kreis weiterhin nachlegen. In der Folge liefen die Olvenstedter bis zum 8:10 einem Rückstand hinterher. Erst allmählich wirkten die Kombinationen flüssiger und wurden geduldiger ausgespielt.

Auf der Gegenseite stand man nun zunehmend besser zum Gegenspieler und eroberte so ein ums andere Mal den Ball. Nachdem die Gastgeber das Spiel gedreht hatten (12:10), begann ein wahrer Lauf und man erzielte sechs Treffer in Folge zur 17:11-Führung. Dennoch ließ man noch einige sehr gute Chancen dabei ungenutzt verstreichen und verpasste es, den Sack bereits zur Pause zuzumachen. Beim Stand von 19:13 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten die Elsterstädter nochmals Moral. Die Fehler des BSV wurden in dieser Phase gnadenlos ausgenutzt. Nach drei Treffern in Folge (20:16) kam wieder etwas Hoffnung bei Jessen auf. Als der BSV seine erneuten An-laufschwierigkeiten überwunden hatte, zog man rasch das bewährte Kombinationsspiel auf und erhöhte nach einem Vier-Tore-Lauf bereits auf 26:17.

Dabei stand die Abwehr der Hausherren nun kompakter gegen die immer ideenloser wirkenden Gäste. Die dünne Personaldecke Jessens machte sich zunehmend bemerkbar. Als Christian Fredow das BSV-Gehäuse dann aber vernagelte, erhöhten die Olvenstedter von 30:22 auf 37:22. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gab sich Jessen völlig auf. So legte der BSV weiter nach. Mit seinem Treffer zum 40:24 krönte Clemens Draeger seine gute Leistung im zweiten Durchgang und war mit acht Toren neben John Bade und Falkow Nowak (je 9) bester Schütze des BSV.

BSV 93: Ch. Fredow, F. Fredow – Auerbach 2, Bade 9/2, Berger 2, Draeger 8, Goldschmidt, Grüneberg 4, Kamm 6, Nowak 9, Pethe 1, Zengerling 1.