Am 7. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga Nord der Frauen erwartet der HSC 2000 mit dem VfL Wolfsburg einen weiteren Tabellennachbarn in der Mittellandhalle Barleben. Ab 16 Uhr wollen die Elbestädterinnen dann endlich ihren ersten Saisonsieg einfahren, um danach möglichst mit einer Serie wieder etwas Anschluss in der Tabelle zu finden. Dass dies gegen die Gäste aus der Autobauerstadt alles andere als einfach wird, darüber ist man sich auf Seiten des Gastgebers bewusst.

Magdeburg. Gleich zu einem "doppelten" Heimspiel kommt es am Sonntag ab 16 Uhr in der Barleber Mittelandhalle. Mit dem HSC 2000 Magdeburg und dem VfL Wolfsburg stehen sich dann zwar zwei Mannschaften aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gegenüber, dennoch reisen bei den Gästen gleich vier ehemalige Magdeburger zurück in ihre alte Heimat. Neben den Spielerinnen Ina Bruckbauer, Katharina Wiesner sowie Sophia Eisenkolb war auch Trainer Michael Funke bereits für den HSC 2000 Magdeburg aktiv und kennt sich daher an alter Wirkungsstätte bestens aus.

Nachdem die Wolfsburgerinnen am vergangenen Spieltag endlich ihren ersten Saisonerfolg feiern konnten, soll dieser Erfolg nun beim HSC 2000 wiederholt werden. Immerhin streben auch die Gäste die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga an. Dafür hat der Aufsteiger bereits vor der Saison den einen oder anderen namenhaften Neuzugang verpflichtet und vor kurzem mit Anja Memenga noch einmal nachgerüstet. Somit verfügt Gäste-Trainer Funke über einen schlagkräftigen Kader, der ihm nun am Wochenende den nächsten Saisonerfolg bescheren soll.

Auf diesen warten die Bundesligadamen des HSC 2000 noch immer, zumindest im Ligaalltag. Nachdem man bei den Magdeburgerinnen zuletzt auch noch eine ganze Hand voll Verletzter hinnehmen musste, meldeten sich pünktlich zum Wochenende zumindest Karleen Hartmann sowie Veronika Bange wieder fit. Somit stehen Bandits-Trainer Grzegorz Subocz zwar zwei wichtige Spielerinnen zur Verfügung, doch löst das noch lange nicht das spielerische Problem, was den Elbestädterinnen zuletzt wertvolle Punkte kostete.

Wie ein roter Faden zieht sich ein permanenter Leistungsabfall zum Spielende hin durch die Punktspiele der Magdeburgerinnen, die dennoch den Mut nicht verlieren und auch weiterhin an das Erreichen ihres Saisonziels glauben. So leistet Subocz zuletzt im Training auch mehr Aufbauarbeit für die geschundenen Seelen seiner Schützlinge und versuchte dabei, die Stärken im Spiel der Magdeburgerinnen neu zu beleben.

Das dürfte gegen den VfL Wolfsburg elementar wichtig werden, immerhin verfügen die Niedersachsen über einen wurfgewaltigen Rückraum und leben vor allem von ihrem Einsatz. Da wird in erster Linie wieder eine aggressive Deckung bei den "Bandits" gefragt sein, so wie sie zuletzt auch über weite Strecken des Spiels praktiziert wurde, aber eben nicht über die volle Spielzeit. So steht vor dem "Endspiel" gegen den VfL erneut die Hoffnung auf ein erfolgreicheres Abschneiden, doch der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.