Magdeburg l Das hatten sich Verbandsligaabsteiger SV Fortuna und der Vorjahressechste MSV Börde sicherlich anders vorgestellt. Nach dem 2. Spieltag befinden sich beide Teams mit null Zählern gemeinsam mit Grün-Weiß Potzehne auf einem Abstiegsplatz. Der dritte Magdeburger Landesligist, der VfB Ottersleben, ist mit vier Punkten Dritter.

"Wir sind von den guten Sachen der Vorbereitung derzeit meilenweit. Das müssen wir aufarbeiten und die Wende hinkriegen, wenn wir nicht frühzeitig unser Ziel, oben mitzuspielen, verfehlen wollen", meinte ein frustrierter Fortuna-Trainer Dirk Hannemann am Sonntag nach der 0:2-Heimpleite gegen Aufsteiger SV Förderstedt.

Nicht viel besser ist die Stimmung bei den Kickern des MSV Börde, die mit ambitionierten Zielen und namhaften Neuzugängen in die Saison gestartet sind. Genau darin sieht Trainer Tobias Ellrott nach der 1:2-Niederlage beim vorherigen Schlusslicht Germania Halberstadt II die Ursachen: "Die Schwierigkeit besteht darin, viele neue Spieler, die individuell stark sind, einzubauen. Die müssen sich an ein gut funktionierendes System gewöhnen. Das hatte ich mir ehrlich gesagt etwas leichter vorgestellt. Hinzu kommt, dass allen vier Gegentoren individuelle Fehler vorausgingen. Wenn ein Torhüter beim Abstoß in den Rasen tritt und den Ball vor des Gegners Füße spielt, kannst Du draußen wenig machen."

Ellrott setzt auf den Lernprozess im Team und hofft auf eine schnelle Besserung. Eines verwundert den 42-Jährigen aber dann doch: "Mich erstaunt, dass viele Spieler die einfachsten taktischen Grundregeln nicht kennen. Da liegt noch Arbeit vor uns, denn auch starke Individualisten sollten sich schon einem eigentlich funktionierenden System unterordnen können."