Magdebug l Der Topscorer der Vorsaison sparte sich seine Begegnungen mit der Endzone im mit 300 Zuschauern gefüllten Heinrich-Germer Stadion für die zweite Hälfte auf, zu deren Start die Sudenburger bereits mit 16:3 führten.

Modellathlet stark im Eins gegen eins

Beide Male ließ der athletische 1,96-Meter-Mann seinem direkten Manndecker im Eins gegen eins keine Chance und pflückte die tiefen Pässe von Garde-Urgestein Heiko Pittelkau, der im zweiten Durchgang als Spielmacher auf der Quarterback-Position ran durfte, herunter.

Ein Bild, das die Teams der Oberliga aus dem vorigen Jahr bereits allzu gut kennen. Denn im Vorjahr war Knauer der unangefochtene Top-Scorer der Virgin Guards, entwickelte sich zum Lieblingsziel von Spielmacher Lennart Lüttgau.

Lüttgau lobt den Passempfänger

„Er ist ein unglaubliches Talent, ein unglaublich großartiger Receiver“, lobt Lüttgau den 26-Jährigen, der seit 2014 im Trikot der Garde aufläuft, in den höchsten Tönen.

„Er ist einfach ein super Ziel, weil er riesengroß ist, schnell ist und ein Gespür für den Ball hat“, führt der Quarterback fort. Weniger enthusiastisch zeigte sich Knauer selbst auf die Nachfrage nach seinen Qualitäten.

Größe und Schnelligkeit als Plus

Ein knappes, dafür prägnantes „meine Größe und meine Schnelligkeit“ führte der Passempfänger als seine Stärken an.

Spätestens jetzt wissen auch die Teams der Regionalliga, dass auf die Nummer 84 der Magdeburger besonders acht- zugeben ist. Nachdem Knauer den Saisonstart noch aufgrund eines Praktikums in Ungarn verpasste, konnte er seine Qualitäten in der zweiten Saisonhälfte mit sechs Touchdowns in den letzten fünf Spielen unter Beweis stellen.

Der Teamerfolg steht dem Wide Receiver, so die englische Bezeichnung seiner Position, dennoch im Vordergrund: „Wichtig war es, dass wir bereits bis zur Halbzeit gut vorgelegt haben und dann alle Spieler zu ihren verdienten Einsatzzeiten kamen“, resümierte Knauer das Duell mit den Leipziger Löwen, ohne explizit auf die eigene Leistung eingehen zu wollen.

Neben Knauer konnte in der Offensive auch Marvin Michaelis mit zwei Touchdowns, beide per Laufspielzügen, überzeugen. Auch Receiver-Kollege Ben Hamelmann fand gegen Leipzig zweimal die Endzone, hatte aber Pech, dass ihm ein langer Touchdown kurz vor der Halbzeit aufgrund einer Strafe zurückgepfiffen wurde.

Dennoch führte die Garde zur Pause schon komfortabel. Ihren Beitrag dazu leisteten auf der defensiven Seite im ersten Durchgang vor allem Berhard Filipiak und Philipp Werner, die je einen Pass der Gäste in aussichtsreicher Position abfingen. Folglich konnte das Fazit zum letzten Saisonspiel nur positiv ausfallen: „Unser Plan ist gut aufgegangen. Wir haben allen Spielern Einsatzzeit gegeben, auch solchen, die vorher nur wenig gespielt haben, und haben Leipzig dennoch dominiert“, freute sich Kapitän Lüttgau über den erfolgreichen Abschluss.