Magdeburg l Die gestrige Partie im Haldensleber Waldstadion war erneut ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Bis in die Nachspielzeit hielten die Stadtfelder, bei denen am Montag Robert Leonhardt das Tor hütete, ein 0:0. Dann erzielte Tim Girke das 1:0 (90.+2). Bördes Liedtke sah zuvor Gelb-Rot (76.). Während die Ohrestädter als Rangvierzehnter jetzt 18 Punkte auf dem Konto haben, verbleibt der Rangletzte MSV Börde bei neun Zählern.

Hoof-Team verschläft erste Halbzeit

Am Ostersonnabend auf dem kleinen Kunstrasen-Hockeyplatz an der Harsdorfer Straße verschliefen die Hoof-Schützlinge die erste Halbzeit regelrecht, wirkten zudem ängstlich und gehemmt, dabei hätte das Schlusslicht gegen den Tabellenzwölften Amsdorf drei Punkte bitter nötig gehabt. Mit dem 1:0 und nunmehr 24 Zählern verbesserten sich die Gäste auf den zehnten Tabellenrang.

Zunächst mussten die Gastgeber erst einmal die tückisch glatte Spielfläche vom Restschnee des Vormittags räumen. Trainer Andre Hoof hatte erneut Personalsorgen, musste wieder auf seine Stammkeeper Robert Leonhardt und Maximilian Uhlig verzichten. Da Christian Mertens im Winter zu den Preussen wechselte, Andre Prief nur noch Stand-by-Torwart ist, musste Joel Stein ran, der zuvor bereits beim 3:0 im Landesklasse-Spiel gegen Gommern das Tor der MSV-Zweiten hütete.

Der 19-Jährige musste in der zähen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften mehr mit sich und den Unbilden des Platzes zu tun hatten, kaum eingreifen, sah nur einmal schlecht aus. Das aber ausgerechnet beim Tor des Tages zum 0:1. Patrick Ebeling hatte Gästespieler Kevin Gierz gelegt. Den folgenden Freistoß aus dem linken Halbfeld zirkelte Maximilian Hecht als tückische Bogenlampe über den verdutzten Stein hinweg ins lange Eck - 0:1 (36. Minute). Kurz vor der Pause setzte Gästespieler Jan Eberhardt einen Gierz-Freistoß per Kopf knapp über den Börde-Kasten (44.).

Junior Gehrmann stark

Nach der Pause traten die Gastgeber sehr viel entschlossener auf, woran auch der eingewechselte Junior Dennis Gehrmann seinen Anteil hatte. Nun erspielten sich die Stadtfelder verheißungsvolle Torchancen durch Kevin Wunderling (49.), Ebeling, der nur die Latte traf (71.) und später per Kopf an Gästekeeper David Tretropp scheiterte (83.).

Auf der linken Seite machte Bördes mit fünf Treffern bester Saisontorschütze, Lorenzo David Acosta, Betrieb, trennte sich aber manchmal zu spät vom Ball. Der Tabellenletzte fightete, hatte Möglichkeiten. Der umsichtige Gehrmann verriet Übersicht, spielte auch unter Bedrängnis ruhig und kreierte Offensivaktionen, die aber alle ungenutzt blieben. So musste sich der MSV in eine weitere schmerzhafte Niederlage beugen und ist nach der neuerlichen 0:1-Pleite gestern in Haldensleben wohl nicht mehr vor dem Abstieg zu retten. „Die erste Halbzeit war zu ängstlich von uns. Danach war die Reaktion der Mannschaft richtig gut, doch hat sie sich nicht belohnt“, urteilte Börde-Coach Hoof am Sonnabend über das ausgebliebene Ostergeschenk.