Von Kevin Gehring

Magdeburg l  Im Viertelfinale unterlagen die A-Junioren des 1. FC Magdeburg dem BVB Borussia Dortmund mit 1:2 (0:0) Toren. Für FCM-Trainer Thomas Hoßmang ist das jedoch noch lange kein Grund, Trauer zu schieben. „Wenn man dieses Spiel sieht und generell die Entwicklung der letzten Monate, muss man der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben uns gegen einen sehr guten Gegner mehr als achtbar geschlagen“, so der 52-Jährige nach Spielende.

Weit über 500 Zuschauer hatten sich am Sonntagvormittag im Schatten der MDCC-Arena eingefunden, um das Aufeinandertreffen des Achten der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost und des Tabellenführers der West-Staffel zu verfolgen. Zu sehen bekamen sie einen heißen Kampf bei frostigen Temperaturen.

Kurze Abtastphase, dann geht es los

Nach einer kurzen Abtastphase legten beide Offensiven los. Die erste große Chance der Partie bestand dabei auf Seite der Hausherren. Nach einer Ecke verfehlte Luca-Falk Menke aus der Drehung den Kasten nur knapp (14. Minute). Jedoch stand der Defensivmann am Fünfmeterraum ohnehin im Abseits.

Im Gegenzug wurden auch die Schwarz-Gelben das erste Mal richtig gefährlich. Jedoch ließ sich Reda Khadra zu viel Zeit, so dass die Kugel noch in höchster Not weggespitzelt werden konnte. Auf der Gegenseite fehlte Pascal Schmedemann in der 18. Minute nur ein Schritt, um nach einer tollen Kombination über viele Stationen zum Abschluss zu kommen.

Jedoch zeigte sich bald, dass die Blau-Weißen diesen intensiven Spielstil offensichtlich nicht über die volle Dauer gehen konnten. Stattdessen konzentrierten sie sich in der Folge auf die Defensive und beschränkten sich offensiv auf Konter über die Angreifer Marvin Temp und Marc Plewa. Vor dem eigenen Tor ließen die Hausherren dafür nichts anbrennen und selbst wenn die Gäste mal zum Abschluss kamen, dann war Torhüter Tim Kips zur Stelle.

Im zweiten Durchgang jedoch wurde der Druck der Dortmunder bald zu immens. Während der Club-Nachwuchs kaum noch für Entlastung sorgte, rollte ein Angriff nach dem anderen auf die Abwehrkette um Kapitän Jakob Lehmann zu. So war der Führungstreffer der Gäste lediglich eine Frage der Zeit.

Nachdem Enrique Pena-Zauber (58.) und Robin Kehr (67.) noch scheiterten, machte es Alaa Bakir in der 71. Minute besser. Gekonnt behauptete er im Strafraum die Kugel und platzierte sie aus der Drehung genau am rechten Pfosten.

Blau-Weiß steckt nach Rückstand nicht auf

Blau-Weiß jedoch steckte nicht auf und belohnte sich kurz darauf für den engagierten Auftritt. Mit einem strammen Schuss aus gut 20 Metern sorgte Plewa in der 77. Minute für den umjubelten Ausgleich, der gebührend mit der ganzen Mannschaft an der Eckfahne gefeiert wurde.

Die Gäste jedoch hatten noch einen Pfeil im Köcher und antworteten prompt. Außenstürmer Immanuel-Johannes Pherai war es, der Schwarz-Gelb nur vier Minuten später wieder auf die Siegerstraße brachte. Nachdem einmal mehr eine Hereingabe von der rechten Seite nicht verhindert wurde, platzierte der technisch versierte Angreifer, mit dem der Club-Nachwuchs ohnehin so seine Probleme hatte, die Kugel genau unter der Latte.

Zweiter Gegentreffer kam zu schnell

„Dieser Treffer kam zu schnell. Das machen wir ihnen da zu einfach“, bewertete Hoßmang das letzten Endes entscheidende Tor. Noch einmal bäumten sich die A-Junioren des 1. FC Magdeburg auf, doch fehlte in den Schlussminuten die finale Präzision, um sich doch noch in die Verlängerung zu retten.

„Wir haben ein paar Nuancen falsch gemacht, aber ich kann meiner Mannschaft dennoch nur ein großes Lob aussprechen“, so Hoßmangs abschließendes Fazit.