Magdeburg l Am Sonnabend steht ab 14 Uhr am heimischen Schöppensteg mit dem Spiel gegen den Landesligisten MSV Börde der nächste Test an. Nach dem kurzfristig ausgefallenen Testspiel vom Mittwoch gegen Landesklasse-Vertreter SG Blau-Weiß Niegripp – die Kicker aus dem Jerichower Land sagten am späten Dienstagabend aufgrund Personalmangels ab – sind die Blau-Weißen heiß auf den nächsten echten Test.

Fortuna-Trainer Dirk Hannemann war ob der kurzfristigen Absage „not amused. So eine kurzfristige Absage ist immer ärgerlich, da man ja kaum noch Ersatz findet. Niegripp hätte auch mit neun Akteuren anreisen können. Dann hätten wir mit unseren Jungs ausgeholfen.“

Neumann fühlt sich heimisch

Richtig verärgert war auch Angreifer Denis Neumann, der erst seit dem Sommer dem Neustädter Verein angehört. Der erfahrene Stürmer, der seit 2010 in seinen Vereinen Germania Olvenstedt, Schönebecker SV, FSV Barleben und SV Fortuna von der Landesklasse bis zur Oberliga 209 Spiele bestritt und 107 Tore erzielte, fühlt sich mittlerweile am Schöppensteg heimisch. „Ich denke schon, dass ich jetzt angekommen bin“, sagt der Offensivakteur, der als Therapeut bei MD-Reha arbeitet. „Anfangs war zwar die Zeit der Eingewöhnung auf neue Mitspieler und ein neues Spielsystem. Aber das habe ich gut gemeistert.“

Allerdings ärgert es den Magdeburger, dass er aus Verletzungsgründen nicht auf seiner angestammten Position spielen kann, sondern im Mittelfeld aushelfen muss. „Aber das geht aktuell vielen bei uns so. Darunter leidet auch unser Spielfluss.“

Für Neumann, der mit sechs Jahren bei Germania Olvenstedt mit dem Kicken begann und bis auf ein Jahr Pause bis zu den Männern dem Verein treu blieb, war für seinen Wechsel vom Oberligisten Barleben nach Neustadt wichtig, dass es im zwischenmenschlichen Bereich stimmt. „Bei Fortuna ist das, wie bei meinen anderen Vereinen, der Fall. Das ist ein auch vom Umfeld her familiärer Verein.“

Aktuell macht es nicht immer Spaß

Für den Angreifer ist die aktuelle Phase der Vorbereitung wichtig. Dazu zählen das sehr anspruchsvolle Training und natürlich die Testspiele. Auch wenn es bei den „aktuellen Platzverhältnissen und dem Schneetraining nicht immer Spaß macht“.

Durch die Erfahrungen, die der 28-Jährige in der Ober- und Verbandsliga sammelte, sieht man ihn im Verein als Führungsspieler an. „Ich glaube, diese Rolle hat nichts mit dem Alter zu tun. In diese Rolle wächst man mit den Jahren hinein“, sagt der Kicker.

Klar und deutlich ist auch sein Anspruch an die jungen Kicker im Team. „Ich erwarte von ihnen, dass sie so wie ich früher an den Fußball herangehen. Für mich ging es damals nur um das Fußballspielen, egal gegen wen und in welcher Liga. Daher sollten sich die jungen Spieler auf dem Platz nicht so viele Gedanken machen, sondern einfach Fußball spielen. Sie sollen mit Spaß und viel mehr Gelassenenheit an die Sache gehen. Gerade der Spaß fehlt manch jungen Kickern.“

Wir sind auf einem guten Stand

Aktuell nebensächlich für ihn ist vor dem Testspiel am Sonnabend, dass sein aktueller Verein seit drei Spielen gegen den MSV Börde einem Sieg hinterherläuft. „Ich denke, wir sind aktuell auf einem guten Stand der Vorbereitung. Dabei sind die Ergebnisse völlig zweitrangig“, sagt Neumann. „Viel wichtiger ist, dass wir uns viel bewegen, die Automatismen wieder reinbekommen. Auch wenn auf Grund der vorherrschenden Wetterbedingungen noch nicht alles rund läuft, denke ich doch, dass wir fit sind.“

Auch wenn es im Fußball oft hart zur Sache geht, ist der Stürmer ein sehr fairer Spieler, wie nur fünf Gelbe Karten und eine Ampelkarte in all seinen Männer-Pflichtspielen beweisen. „Man sollte immer mit dem Gegenspieler fair umgehen. Gerade bei uns im Amateurbereich sollte jeder schauen, dass er sich und andere im Spiel nicht verletzt und respektvoll miteinander umgeht. Das ist das Wichtigste.“