Niederndodeleben l Die Kreismeisterschaft eingefahren, den damit verbundenen Aufstieg in die Landesklasse erstmalig in der Vereinsgeschichte realisiert und in der neuen Liga als Tabellenzweiter nach der Hinrunde schnell Fuß gefasst – ohne Frage, hinter dem TSV Niederndodeleben liegt ein erfolgreiches Sportjahr 2019.

„Das waren schöne Momente, besonders die Meisterschaft. Das vergisst man so schnell nicht“, erinnert sich der stellvertretende Abteilungsleiter des TSV, Sascha Neumann, gerne zurück.

TSV als Aufsteiger auf Platz zwei

Für die gute Stimmung braucht die Mannschaft um Trainer Jörg Müller aber gegenwärtig nicht die Vergangenheit bedienen. Nach 14 Spielen bilanziert der Liganeuling in der Landesklasse, Staffel II, den zweiten Tabellenplatz bei neun Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. „Das hätten wir selber nicht erahnen können, dass es so gut läuft. Der Klassenerhalt war und ist unser Saisonziel“, zeigt sich auch Neumann von der ersten Saisonhälfte überrascht.

Dass der augenblickliche Erfolg dabei weder Glück noch Zufall ist, zeigte sich schon zum Auftakt der aktuellen Spielserie. Erst nach drei Siegen in Serie musste sich der Aufsteiger bei Arminia Magdeburg am vierten Spieltag mit 1:3-Toren geschlagen geben. Zwar setzte es direkt danach eine weitere Pleite mit dem 1:4 gegen den 1. FC Magdeburg II, doch der Erfolg kehrte schnell zurück. Sechs Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage gegen den Ligaprimus Burger BC (0:3 im Heimspiel) durfte die Müller-Elf bis zum Ende der Hinrunde bilanzieren.

Die Unbekanntheit als Vorteil

„Neben der hohen Niederlage im Pokal (Anm. 0:4 im Viertelfinale gegen Grün-Weiß Bregenstedt) haben wir mit der 1:4-Pleite gegen die FCM-Reserve in der Liga nur ein wirklich schlechtes Spiel bestritten“, schätzt der aktiv spielende Funktionär ein. Eher ist es der Mannschaft gelungen, den schwierigen Spagat zwischen Bördeoberliga und der Landesklasse zu meistern. „Wir waren noch die große Unbekannte. Das war unser größter Vorteil in der Hinrunde“, schätzt der TSV-Routinier ein.

Gutes Kollektiv mit individueller Klasse

Die Erfolgsformel des TSV liegt laut Dauerbrenner Neumann – der 31-Jährige stand in allen Begegnungen in der Startaufstellung – auch in der mannschaftlichen Geschlossenheit begründet. „Wir sind nach dem Aufstieg zusammengeblieben, spielen schon viele Jahre zusammen und sind auch privat gut miteinander vernetzt“, erklärt der Mittelfeld-Akteur. Zudem dürfte auch die Torgefährlichkeit von Jan Voigt, der zentrale Mittelfeldspieler steht bei 15 Saison­treffern, ein nicht unwesentlicher Faktor für das positive Abschneiden gewesen sein. „Die Hinrunde war schon echt überragend von ihm“, freut sich Neumann für den Mitspieler.

Damit man auch im neuen Jahr wieder positive Schlagzeilen schreiben kann, wird sich in Niederndodeleben nicht auf den Lorbeeren ausgeruht.

Bereits am Sonnabend bestreitet der TSV das erste Testspiel beim Landesligisten MSV Börde und in zwei Wochen beim Stadtoberligisten Aufbau-Empor Ost Magdeburg. „Zwischen beiden Testspielen spielen wir noch zwei Hallenturniere mit dem Cup der Hohen Börde in Irxleben (31.01) und dem Santos-Cup in Niederndodeleben (01.02). Eventuell schieben wir noch ein Testspiel ein“, so Neumann mit Blick auf das Vorbereitungsprogramm vor dem ersten Pflichtspiel am 29. Februar gegen den Tabellenletzten SSV Samswegen.

„Wir wollen uns nach Möglichkeit gerne vorne festsetzen, werden aber ohne Druck an die Herausforderung herangehen“, berichtet der spielende Funktionär abschließend. Ob das Unterfangen in der Rückserie umgesetzt werden kann, darf gespannt verfolgt werden.