Kroppenstedt l Endspurt-Stimmung in der höchsten Spielklasse des Bördekreises. Nach einem spielfreien Wochenende wird am vorletzten Spieltag der Hinrunde wieder um Zählbares in der Bördeoberliga gekämpft. Die Spitzenmannschaften der Liga stehen vor Pflichtaufgaben, beim SV Groß Santersleben kommt es zum Krisen-Gipfel und der SC Germania Kroppenstedt ist Gastgeber für das Derby gegen den TSV Hadmersleben.

Derby in Kroppenstedt

Die Vorfreude ist in beiden Lagern groß und die Spannung vor jedem Duell ungehalten. Wenn der SC Germania Kroppenstedt gegen den TSV Hadmersleben spielt, dann steckt in dieser Begegnung auch immer etwas Brisanz. „Es wird spannend werden, umkämpft und hoffentlich fair“, unterstreicht Björn Kaczur, sportlicher Leiter der Germania, das Prestige des Nachbarschaftsduells. Viele Zuschauer dürfte die Begegnung nicht nur anziehen, weil das Spiel ein Derby ist. Mit den Profi-Boxern Tom Schwarz, Elvis Hetemi und Trainer René Friese können die Hausherren sogar auf prominente Unterstützung bauen. „Sie werden auch für ein Selfie oder Autogramm bereit stehen“, freut sich Kaczur über die Zusage.

Zudem passt auch der sportliche Rahmen. Die Germania hat aus den letzten sieben Spielen vier Siege eingefahren, während die Hadmersleber zuletzt zwei Siege in Folge verbuchen durften. „Ich glaube dennoch, dass die Statistik an diesem Tag keine Rolle spielt. Wir wissen was uns erwartet“, betont der aktiv spielende Germania-Funktionär. Zudem dürfte auch die tabellarische Situation der Begegnung Würze verleihen. Mit einem Sieg könnte der derzeitige Tabellensiebente am Tabellennachbarn aus Hadmersleben vorbeiziehen. Geht es nach den nackten Zahlen, dürfte es um die Chancen nicht schlecht bestellt sein. Zu mager zeigten sich die Leistungen des TSV in der Fremde, bei vier Niederlagen aus fünf Spielen.

Bregenstedt vor Pflichtaufgabe

„Es ist schon der Hammer. Ich bin wahrscheinlich der stolzeste Trainer derzeit“, kommt Bregenstedt-Trainer Matthias Volkmann nicht aus den Schwärmen heraus, wenn er vom Pokalcoup seines Teams spricht. Mit dem 4:0-Erfolg gegen den dem TSV Niederndodeleben, aktueller Tabellenzweiter der Landesklasse II, hat der Spitzenreiter einmal mehr seine Ambitionen unterstrichen. „Man wird sogar von unbekannten Leuten auf die schöne Spielweise unseres Teams angesprochen“, berichtet der TSV-Übungsleiter.

Doch nach der Kür ist meist vor der Pflicht und die wartet am Sonnabend mit einem Heimspiel gegen den Bebertaler SV auf. „Wir wollen natürlich den Sieg, dürfen aber nicht leichtfertig agieren“, geht der Übungsleiter von motivierten Gästen aus. Nur gut, dass sich der Trainer auf den Spirit in seiner Mannschaft verlassen kann. „Wir leben vom Teamgeist und einem guten Mix aus Jung und Alt“, geht Volkmann auf die Grundpfeiler seiner Elf ein.

Gelingt es dem Ligaprimus, diese Tugenden in das attraktive Spielsystem einzubinden, dürften die Hausherren wohl nur schwer zu schlagen sein. „Ein Sieg wäre schon wichtig, damit wir mit Selbstvertrauen in die beiden letzten Spiele gegen Hötensleben und Gröningen gehen können“, so Volkmann vorausschauend.

SV Hötensleben will auswärts punkten

Nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter steht der SV Hötensleben. Die Mannschaft um Trainer Peter Strauß befindet sich in Lauerstellung, hat in der Liga neun Mal gewonnen und möchte sich vor dem direkten Duell mit dem Ligaprimus, am übernächsten Spieltag, in eine gute Position bringen. Dazu muss der SVH seine Hausaufgaben beim SV Grün-Weiß Süplingen erledigen. „Das wird ein schweres Spiel. Ich denke, dass sich Süplingen nicht dort sieht, wo sie aktuell stehen“, weiß der Trainer um die Qualitäten des Gastgebers, der nach drei Niederlagen in Folge nur auf dem zehnten Tabellenplatz steht.

Sorgenfalten bereiten dem Coach immer noch die großen personellen Probleme seiner Mannschaft. „Wir bekommen zwar zwei Spieler zurück, dafür fehlen aber wieder zwei andere Akteure“, erklärt Strauß. Ausgewertet hat man indes die Derby-Niederlage im Pokal gegen Germania Wulferstedt. „Darüber braucht man sich nicht ärgern. Wir schauen nach vorne und wollen gewinnen. Das wird schwer genug“, erklärt der Übungsleiter abschließend.

Krisen-Gipfel beim SV Santos

Zum Krisen-Gipfel der Liga gastiert Grün-Weiß Dahlenwarsleben beim SV Groß Santersleben. Beide Mannschaften spielen in der Hinrunde unter den eigenen Erwartungen und stehen dort, wo sie sich selber nicht sehen. Welche Mannschaft macht nun den ersten Schritt aus dem unteren Tabellenmittelfeld? „Wir hoffen, dass wir mit der maximalen Ausbeute in die Winterpause gehen können“, geht Santos-Trainer Damir Avdagic auf die Marschroute seines Teams ein.

 Hoffnung gibt ihm die gute Arbeit im Training und die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft. Dennoch weiß Avadagic auch, dass sich die genannten Punkte nicht aus der Tabelle ablesen lassen. „Wir berauben uns guter Resultate durch einfache individuelle Fehler“, legt der Trainer den Finger in die Wunde. Fest steht, dass sich beide Mannschaften aufgrund der Tabellensituation keine Niederlage erlauben können, wobei der Druck bei den Gastgebern, die aktuell auf Rang elf stehen, etwas höher erscheint als bei beim Tabellenneunten aus Dahlenwarsleben.

Alle Spiele werden zeitgleich am Sonnabend um 14 Uhr angepfiffen. Das Spiel zwischen dem SV Gutenswegen/Klein Ammensleben gegen Eintracht Gröningen wurde aufgrund eines Trauerfalls auf den 14. Dezember verschoben.

Die Ansetzungen im Überblick

GW Süplingen - SV Hötensleben Sa 14:00

BW Neuenhofe - FSV Barleben II Sa 14:00

G. Kroppenstedt - TSV Hadmersleben Sa 14:00

Gr. Santersleben - GW Dahlenwarsl. Sa 14:00

BW E. Wanzleben - Eilslebener SV Sa 14:00

GW Bregenstedt - Bebertaler SV Sa 14:00