Altenweddingen l Im Klemens-Fendler-Sportforum hatte die Mannschaft von Trainer André Lucht bisher eine weiße Weste – das sollte auch gegen Baalberge so bleiben.

Zu Beginn versuchten beide Teams, zu ihrem Spiel zu finden. Eine erste gute Gelegenheit, als Sebastian Pesel den Ball auf Martin Ruffert ablegte und der den Schuss zu hoch ansetzte, bildete eher die Ausnahme (3.). Bei den Gästen aus Baalberge dauerte es bis zur 16. Spielminute, ehe sie durch einen Standard etwas Gefahr vor dem Tor versprühten. Thomas Schütze hatte den Ball auf den kurzen Pfosten geschlagen und Max Labbert bekam den Fuß noch an den Ball, der dann ins Toraus rollte.

SVA mit Rückstand zur Halbzeit

Jubel der Fans des SV Altenweddingen, als der Ball durch Sebastian Pesel im Netz der Baalberger Mannschaft zappelte (20.). Schiedsrichter Damke hatte allerdings das Signal seines Assistenten von der Seitenlinie, der Abseits signalisierte, gesehen und gab diesen Treffer nicht. Es folgte der Schock für die Einheimischen (22.). Maximilian Pabst hatte sich geschickt im Strafraum foulen lassen und bekam einen Strafstoß zugesprochen. Diesen verwandelte Martin Salis sicher zum 0:1.

Der SV Altenweddingen versuchte sofort zu reagieren, nutzte seine Möglichkeiten aber nicht, so dass es mit dem Rückstand in die Kabinen ging.

Tom Harnau, der zur zweiten Halbzeit für Philipp Selent ins Spiel gekommen war, brachte neuen Schwung auf die rechte Angriffsseite der Gastgeber. Seine Flanke fand in der 56. Minute den Kopf von Tino Haas, der zum Ausgleich traf. Der Jubel war noch nicht ganz verstummt, als es plötzlich nach einer Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft der Gastgeber 1:2 hieß (57.). Martin Salis staubte einen Ball, den SVA-Keeper Sönke Deike nicht festhalten konnte, ab. Drei Minuten später hatte die Heimelf Glück, dass Martin Salis seine nächste Riesenchance ausließ, als er allein vor Deike auftauchte.

SVA kämpt sich zurück

Viele kleine Fouls unterbrachen immer wieder den Spielfluss. In der 68. Minute schickte der Schiedsrichter Pascal Schweigel vom Platz, so dass der SV Altenweddingen nicht nur in Rückstand war, sondern nun auch noch in Unterzahl. Dennoch gaben die Blau Gelben noch einmal Gas. Nach Flanke von Tom Harnau in der 70. Spielminute setzte Sebastain Pesel den Ball per Kopf knapp neben den Kasten. Auch ein direkt ausgeführter Freistoß von Alexander Nord aus dem Halbfeld (77.), fand nicht den Weg ins Tor.

Nach wiederholtem Foulspiel schickte Schiedsrichter Damke auf Baalberger Seite Martin Salis mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Die Schlussphase hatte es dann noch einmal richtig in sich. In der 81. Minute war es Johannes Krätzig, der den Ball auf den Kasten der Gäste brachte. Das Leder wurde auf der Torlinie noch abgefangen. Nur eine Minute später hatten die SVA-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, als ein Schuss von Pesel wiederum auf der Torlinie abgewehrt wurde. Auf der anderen Seite musste Deike noch einmal für seine Mannschaft retten, als Maximilian Pabst allein auf ihn zu gestürmt kam (84.). Es folgte eine durchaus berechtigte, lange Nachspielzeit. Sebastian Pesel erlöste seine Elf in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem klasse Schuss aus etwa 20 Metern zum 2:2.

Die Gastgeber hatten Lunte gerochen und spielten nun sogar noch auf den Siegtreffer. Dieser gelang Martin Ruffert tatsächlich (90.+5), als er einen Ball am Gegenspieler und auch Keeper der Gäste vorbei spitzelte.

In einer starken Schlussphase hat der SV 1889 Altenweddingen das Spiel noch zu seinen Gunsten gedreht und damit sieben Punkte aus vier Ligaspielen geholt.