Langenweddingen l Es ging zum BSV Magdeburg. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 26:26, die Punkte bleiben aber trotzdem beim SVL. Klingt komisch, ist aber einfach zu erklären.

BSV setzt nicht spielberechtigten Akteur ein

Der BSV setzte einen Spieler ein, der nicht spielberechtigt war und musste somit seinen hart erarbeiteten und letztlich auch verdienten Punkt wieder abgeben. So grüßt der SVL zumindest temporär von ganz oben und darf sich mindestens eine Woche als Tabellenführer bezeichnen.

Der Spielbeginn war von extremer Hektik geprägt. Für den BSV greift immerhin noch die Entschuldigung, dass die Spieler jung und nervös sein dürfen, wenn es in eines der ersten Männerspiele geht und die Jahre in der Jugend näher liegen als das Karriereende. Da es beim SVL allerdings genau umgekehrt ist, bleibt es unverständlich, warum den Gästen so viele technische Fehler unterlaufen sind.

Spiel auf Augenhöhe

Ein ums andere Mal passten die Spieler die Bälle entweder ungenau zum Nebenmann oder gar direkt ins Seitenaus. Lediglich einer guten Torhüterleistung war es zu verdanken, dass die Hausherren nicht frühzeitig in Führung gingen. Bis zur 15. Spielminute blieb es beim 5:5-Zwischenstand ausgeglichen. Die Gäste kamen, bedingt durch die hohe Fehlerquote, nur selten zum Abschluss und der BSV scheiterte des Öfteren am Torwart. Neutral betrachtet war besonders die Anfangsphase des Spiels nicht wirklich schön anzusehen.

SVL führt zur Halbzeit

Anschließend wurde es aber besser. Zunächst auf SVL-Seite, so dass er mit 5:7 vorlegen und diese Führung beim 7:10 in der 20. Spielminute ausbauen konnte. Dann aber auch auf Seiten des Gastgebers, der kurz vor der Halbzeit zum 10:10 ausgleichen konnte. In der letzten Minute der ersten Halbzeit war es dann aber dem SVL vorbehalten noch einmal einzunetzen, so dass es mit dem 10:12 in die Halbzeit ging. Das Ziel der zweiten Halbzeit war klar definiert. Langenweddingen wollte die Fehlerquote senken, den Abwehrriegel festigen und über strukturierte Angriffsaktionen Tor um Tor zulegen, sodass ein ungefährdeter Auswärtssieg eingefahren werden kann. Leider verfehlten die Gäste diese Zielsetzung.

Der BSV konnte direkt mit dem Wiederanpfiff zwei schnelle Tore erzielen und somit beim 12:12 den Ausgleich verbuchen. Dieser ausgeglichene Spielstand sollte die Teams über die Stationen 16:16, 19:19 und 23:23 bis hin zum 26:26 begleiten. Man konnte die in der Luft liegende Spannung förmlich spüren. Die Frage war, welche der beiden Mannschaften den entscheidenden Fehler machen würde. Beim besagten 26:26-Zwischenstand sah es so aus, als würde der BSV den spielentscheidenden Patzer kassieren müssen. Nach einem Stoß am Kreis pfiffen die Schiedsrichter und entschieden auf Strafwurf.

Sportliches Remis nach 60 Minuten

Sieben Meter bis zum Glück. In diesem Fall waren es leider sieben Meter bis zum Pech – der Strafwurf wurde nicht genutzt, der Torhüter parierte. Es blieb beim 26:26, was gleichzeitig auch den Endstand bedeutete.

Da der am Ende mit seinem gehaltenen Siebenmeter zum Helden auftrumpfende Torhüter der Hausherren aber nicht spielberechtigt war, entschied im Nachgang der Handballverband das Spiel zu Gunsten des SV Langenweddingen.

Diese Unaufmerksamkeit der Verantwortlichen des Gastgebers kostete die junge Mannschaft den ersten Punkt in dieser Saison und nahm ihnen ein Erfolgserlebnis, was sie sich in den 60 Spielminuten erkämpft haben. Der SVL nimmt das Geschenk aber ebenso gerne an, denn am Ende kann jeder Punkt, jedes Tor wichtig und entscheidend sein.

Derby gegen Westeregeln steht an

Am kommenden Wochenende steigt dann das Derby gegen den SV Wacker Westeregeln. Die Sülzetaler sind bereit, die Negativbilanz aus der letzten Saison (das Hin- und Rückspiel wurde jeweils verloren) aufzubessern.

Statistik

Langenweddingen: Strauß, Feller (Tor), Schult (6), Ebel (2), Oeltze M. (1), Wohlfromm (5), Meyer (3), Marek (1), Aubrecht, Krause, Kirsten (1), Deutscher (6), Schmelzer (1)