Gardelegen l Als wahre Edelmetallgrube erwies sich die Halle in Eilenburg für die Kraftsportler aus Gardelegen. Andreas Schmidt, Fabian Prochorowsky, Lars Stöwesandt und Michael Lauenstein, die allesamt für den ESV Lok Stendal starten, kehrten mit Titeln, Medaillen, Rekorden und persönlichen Bestleistungen von den diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Powerlifting (UPC) in die Heimat zurück.

Insgesamt nahmen 340 Athleten an dieser Meisterschaft teil. Die vier Gardelegener gingen allesamt in der RAW-Kategorie an den Start und überzeugten mit ihren Ergebnissen auf ganzer Linie. So trugen sie auch entscheidend dazu bei, dass der ESV Lok den dritten Platz in der Teamwertung bei dieser DM erreichen konnten.

Gleich mit einem Deutschen Rekord und damit auch einem Meistertitel startete Andreas Schmidt (Master 45-49, bis 100 kg). Schmidt lieferte im Kreuzheben drei blitzsaubere Versuche ab, ließ im dritten Durchgang sogar die Rekordlast von 260 Kilogramm auflegen und schaffte auch diese souverän. „Naja, man weiß im Nachhinein nicht immer ganz genau, ob sogar noch mehr drin gewesen wäre, aber 265 hätte ich vielleicht gepackt“, so der altmärkische Titelträger.

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Einen weiteren Titel errang Lars Stöwesandt (Open, bis 100 kg) ebenfalls im Kreuzheben. Gegen elf Konkurrenten setzte sich der Gardelegener klar durch und ließ starke 275 Kilogramm aus dem zweiten Versuch ins Protokoll einschreiben. Die 290 Kilogramm im dritten Versuch waren noch etwas zu schwer, doch spätestens im Rahmen der WM im Oktober sollte auch diese Last möglich sein.

Einen Doppelstart zu absolvieren hatte dagegen Michael Lauenstein (Open, bis 110 kg). Er startete im Bankdrücken und auch im Kreuzheben. Zunächst sicherte er sich mit glatten 200 Kilogramm aus dem zweiten Versuch die Bronzemedaille in der Bank. „Die 205 Kilogramm im dritten Versuch musste ich abbrechen, da ich Schmerzen in der rechten Schulter hatte“, so Lauenstein. Hinzu kam noch Silber im Kreuzheben mit einer starken Last von 255 Kilogramm.

Das gute Abschneiden der starken Gardelegener rundete Fabian Prochorowsky (Open, bis 110 kg) ab. Auch er starteten im Kreuzheben und stellte mit 220 Kilogramm einen neue persönliche Bestleistung auf. Dafür wurde er - hinter Lauenstein - mit der Bronzemedaille belohnt. „Auch die 230 Kilogramm hatte ich im dritten versuch schon fast oben, aber irgendwie habe ich die Hantel auf den Knien abgelegt, so dass der Versuch ungültig gegeben wurde“, so Prochorowsky, der dennoch zufrieden war.