Gardelegen l Dabei empfängt der Tabellenführer, SV 09 Staßfurt, der Rangzweiten, SSV 80 Gardelegen, zum absoluten Top-Duell. Zu sehen sein wird das mit großer Spannung erwartete Duell dann am Sonnabend im Staßfurter Stadion an der Hecklinger Straße. Angepfiffen wird die Spitzenpartie von Schiri Silvio Rüdiger pünktlich um 14 Uhr.

Der Aufsteiger gewann in Staßfurt

Aber Stopp! Staßfurt? Spitzenspiel gegen Gardelegen? Landesliga? Da war doch was? Ja genau, Kenner der Szene brauchen sicher nicht lange überlegen, was in der Saison 2009/2010 - damals allerdings am achten Spieltag - passierte. Vor ziemlich genau neun Jahren hieß die Ansetzung in der Nordstaffel ebenfalls SV 09 Staßfurt gegen SSV 80 Gardelegen, auch das war ein absolutes Spitzenspiel. Auch damals war der SSV ein bärenstarker Aufsteiger.

Das Match hielt auch, was es im Vorfeld verspracht. Die Gardelegener überraschten und siegten knapp und nach großem Kampf mit 3:2. Lohn dafür war die Tabellenführung.

Nun könnte man ganz locker den Bogen in die heutige Zeit spannen, und ein Blick auf das Tableau reicht aus, um zu erkennen, dass im Falle eines erneuten Sieges des SSV beim SV 09 ebenfalls die Tabellenführung winken würde.

Doch davor stehen immer noch die 90 Minuten Spielzeit, in denen der SSV sicher an seine absolute Leistungsgrenze gehen muss, um die drei Punkte und die Liga-Spitzenposition aus Staßfurt entführen zu können. Unmöglich jedoch, erscheint das nicht.

SSV braucht Mut

Der SV 09 um Torjäger Mathias Härtl, der übrigens damals die beiden Treffer gegen den SSV markieren konnte, verlor bereits einmal auf heimischem Geläuf und kassiert zu Hause auch zwei Gegentreffer pro Partie. Das sollte der Elf von Trainer Norbert Scheinert Mut machen.

Den Altmärkern jedoch die Favoritenrolle in die Schuhe zu schieben, wäre vermessen. Die Staßfurter sind eine gestandene Mannschaft mit vielen Spielern in den Reihen, die bereits höherklassig Erfahrungen sammeln durften. Zumal dürften auch die Saisonziele der Gastgeber andere sein als beim SSV.

Zielstellung bleibt unverändert

Coach Scheinert bekräftigte zwar zuletzt nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Wernigerode, dass es für ihn un sein Team einzig und allein um den Ligaverbleib ginge, doch sollten die Gardelegener nun auch noch Staßfurt bezwingen und damit das vierte Top-Spiel in Serie gewinnen, müssten die Ziele wohl doch eher etwas nach oben korrigiert werden.

„Naja, da müssen wir vorsichtig sein. Ich bin mir sicher, dass da noch andere Spiele kommen werden. Wir müssen konzentriert bleiben und unsere Leistung abrufen“, so der Gardelegener Übungsleiter.

Stottmeister, Berlin und Steindorf dabei

Dennoch muss wohl schon alles passen, um etwas aus Staßfurt mitnehmen zu können. Auch personell sieht es beim SSV noch nicht ganz so rosig, aber viel besser als zuletzt, aus. Während Kapitän Andy Stottmeister, übrigens auch damals in Staßurt schon dabei, wieder mit an Bord ist, kann Scheinert auch wieder auf die Dienste von Clemens-Paul Berlin und Even Steindorf zurückgreifen. Fehlen werden dagegen weiterhin Simon Bache, Hannes Winkel und Eliano Mertens. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Daniel Leberecht.

„Wir wollen natürlich versuchen, uns dort gut zu verkaufen, aus Staßfurt etwas mitzunehmen und unseren Lauf so lange zu nutzen wie es geht“, freut sich Coach Scheinert auf das absolute Spitzenduell gegen den SV 09.