Salzwedel l Auf der Vorstandssitzung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt wurde kein Termin für einen Startschuss auf Landesebene benannt.

Auch eine von vielen Teams erhoffte Staffel-Einteilung wurde nicht thematisiert beziehungsweise bekanntgegeben. Eine Entscheidung, die während der Sitzung äußerst kontrovers diskutiert wurde, wurde allerdings getroffen.

Sechs-Monatsfrist wird nicht gekippt

Der FSA wird die Sechs-Monatsfrist bei wechselwilligen Spielern nicht kippen. Das bedeutet, die vom Verband eingesetzte Sperre nach dem 12. März wird zum 30. Juni wieder auslaufen und somit wurde nicht an ein späteres Datum gekoppelt. Somit wären Spieler, die von den abgebenden Vereinen keine Freigabe erhalten, ein halbes Jahr nach ihrem letzten Spiel, die drei Monate von März bis Ende Juni dazugerechnet, für den neuen Verein spielberechtigt, ohne dass eine Ablöse fällig wäre.

Dazu heißt es auf der FSA-Homepage: „Sollte demzufolge das letzte Spiel am 27. November 2019 stattgefunden haben und die Abmeldung vor dem 30.06.2020 erfolgt sein, kann die Spielerin/der Spieler bei Nichtzustimmung des Vereins zu diesem Wechsel erst ab dem 27. September 2020 wieder spielberechtigt sein“.

Kritik an der Verfahrensweise

In einigen Kreisen beziehungsweise im Nachwuchs wurde im Kalenderjahr 2020 noch keine Partie absolviert, was dazu führen könnte, dass wechselwillige Akteure bereits im September frei wären. Gerade im unteren Amateurbereich sind Vereine von „Transfererlösen“ abhängig und werden nun offenbar in die viel zitierte Röhre schauen.

Ausbildungsentschädigungen fallen dann natürlich auch weg. Eine faire Lösung im Interesse der Vereine sieht anders aus.

Am heutigen Donnerstag will man sich beim Fußballverbands Sachsen-Anhalt erneut, dann in digitaler Form, zusammensetzen und einen Startschuss für die neue Saison festlegen. Dann hat auch die Landesregierung Sachsen-Anhalts ihre 7. Verordnung zur Covid-19-Pandemie veröffentlicht, in der vorab bekannt wurde, dass das Kontaktverbot aufgehoben werden soll.