Letzlingen/Brunau l Nach den Halbfinalsiegen am Donnerstag und Sonnabend treffen am Donnerstag, 31. Mai 2019 (11 Uhr), in Arendsee dann der SV Eintracht Salzwedel 09 und der SV Liesten 22 aufeinander. Und beide Mannschaften spielten erst vor fünf Jahren den kreislichen Titel aus. Damals, genauer gesagt am 14. Juni 2014, behielten die Jeetzestädter - gespielt wurde im Seelenbinder-Stadion - gegen den SVL die Oberhand und siegten mit 4:2.

Salzwedel und Liesten schon oft siegreich

Und ohnehin sind beide Landesklassevertreter Pokalmannschaften. Der SV Liesten gewann zuletzt den Pott in den Jahren 2012, 2013, 2017 2018. Die Eintracht dagegen 2014 und 2015. Nur 2011 und 2016 mischte sich der SSV 80 Gardelegen noch dazwischen.

Spiel mit Nachwirkungen

Dennoch hatte die Salzwedeler Eintracht, mit dem Landesklasse-Spitzenreiter und Vorjahresfinalisten FSV Heide Letzlingen in der Vorschlussrunde, den weitaus dickeren Brocken aus dem Weg zu räumen. Und dieses Match wird wohl noch allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.

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Erinnern wird sich aber auch noch das KFV-Sportgericht an den besagten Donnerstagabend. Gleich drei Verfahren sollen eröffnet werden oder wurden bereits eröffnet.

Finaleinzug mit fadem Beigeschmack

Zum einen wird das Verwenden von Pyrotechnik - hier unterstützten augenscheinlich die Eintracht-Fans ihre Mannschaft mit Bengalos und Rauchbomben - und zum anderen das Benutzen der Eckfahne als Schlagwerkzeug verhandelt. Zudem steht die Rote Karte von Salzwedels Stefan Heuer zur Disposition. Somit wird der Salzwedeler Finaleinzug von einem bitteren Beigeschmack begleitet.

Ob die Salzwedeler schon mit Konsequenzen hinsichtlich des Finales in Arendsee rechnen müssen, muss allerdings noch abgewartet werden. Hier wird das Sportgericht zeitnah Entscheidungen fällen.

Rein sportlich jedoch bot dieses Duell alles, was das Fußballherz begehrt. Tore, Spannung, Verlängerung und Elfmeterschießen. Beide Teams schenkten sich nichts und wollten unbedingt ins Endspiel einziehen. „Am Ende ist das Elfmeterschießen immer eine Lotterie, doch ich hatte ein gutes Gefühl. Immerhin haben wir ja mit Dennis Röhl einen der besten Elfmeterkiller im Kasten“, so Salzwedels Coach Helge Kietzke.

Großes Halbfinalevent beim SV Brunau

In Brunau dagegen lief alles in erwarteten Bahnen ab. Der Favorit aus Liesten gab sich von Beginn an keine Blöße und zog zum dritten Mal ins Serie ins Endspiel ein und könnte den Pott somit zum dritten Mal in Folge gewinnen.

Allerdings war für die Brunauer das Erreichen des Halbfinals schon ein großer Erfolg. Sie hatten den zahlreichen Zuschauern auch beste Bedingungen geboten. Die erschienen natürlich bei bestem Wetter auch gern auf dem Brunauer Sportplatz.

Sportlich konnten sie aber nur phasenweise Paroli bieten und mussten dem SV Liesten in Sachen Endspiel dann frühzeitig das Feld überlassen.