Gardelegen l Dennoch wird auch die Aufgabe beim SV Schwarz-Gelb Bernburg am morgigen Sonnabend ab 15 Uhr im Rahmen der Fußball-Landesliga Nord kein Selbstläufer für den SSV 80 Gardelegen – auch wenn beide Teams im Tableau immerhin 13 Plätze und 40 Punkte trennen, der SSV dazu auch noch das Hinspiel deutlich mit 5:0 für sich entschied.

Scheinert appelliert an die Moral

Mit ihren elf Zählern auf dem Konto können die Bernburger den Klassenerhalt nicht mehr erreichen, werden daher in der kommenden Saison wieder in der Landesklasse spielen müssen. Dennoch warnt Gardelegens Trainer Norbert Scheinert vor Leichtsinn: „Wir wissen zwar, was wir können, werden aber mit Sicherheit keinen Gegner in dieser Liga unterschätzen. Solche Spiele sind irgendwo auch immer die schwersten.“ Nach dem 2:1-Erfolg vor sechs Tagen gegen den SV Staßfurt werden die Rolandstädter dennoch mit breiter Brust anreisen und alles daran setzen, eine ähnliche Leistung wieder auf den Platz zu bringen.

Ein konkretes Ziel, wo sie am Ende landen wollen, haben sich die Gardelegener auch weiterhin nicht gesetzt. „Wir haben noch drei Spiele, aus denen wir auch alle neun Punkte holen wollen. In diesem Fall werden wir sehen, wo die Reise mit dann 60 Zählern hingeht“, erklärt Scheinert. Theoretisch ist sogar noch der Staffelsieg möglich, wenngleich der FC Einheit Wernigerode die deutlich besseren Karten in der Hand hält.

Realistischer könnte da schon Rang zwei sein, den aktuell der Magdeburger SC Preussen mit drei Zählern Vorsprung auf den SSV, momentaner Rangdritter im Tableau, einnimmt. „Natürlich wollen wir am Ende so weit oben wie möglich stehen“, möchte Gardelegens Coach seine Schützlinge auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Weiter als auf Platz sechs kann der Aufsteiger nicht mehr abrutschen, womit er eine hervorragende Auftaktsaison gespielt hat.

SSV muss auf Stammspieler verzichten

Ähnlich erfolgreich soll es natürlich auch in der kommenden Spielzeit laufen, weshalb schon die eine oder andere Sache für selbige getestet wird. „Es ist für uns wichtig, mit einem guten Gefühl in die neue Saison zu gehen“, weiß Norbert Scheinert. Personell könnte es morgen sicherlich besser aussehen, denn mit Martin Gille, Max Preuß, Michel Rosenberger, Andy Stottmeister, Marco Schönfeld und Marc Mette fehlen gleich sechs Akteure. Doch große Sorgen macht sich Scheinert deshalb nicht: „Wir haben einen breiten und guten Kader.“ Der SSV 80 Gardelegen wird auch ohne das Sextett alles daran setzen, um beim Schlusslicht seiner Favoritenrolle gerecht zu werden.

Schiedsrichter: Hans-Christian Kautz.