Irxleben l Mit dem verdienten 2:0 (0:0)-Auswärtssieg beim SV Irxleben stießen die Schützlinge von Trainer Norbert Scheinert dem MSC Preussen (0:1 gegen Staßfurt) vom Ligathron. Kurz vor dem Halbzeitpfiff vom umsichtigen Schiri Uhlmann sah es aber noch nicht wirklich nach einem souveränen Auswärtssieg des SSV 80 Gardelegen aus. Innenverteidiger Hannes Malek, die Gardelegener agierten diesmal wieder mit einer Viererkette, sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot und konnte somit quasi gleich in der Kabine bleiben.

Bedingungen sehr schwierig

Zu diesem Zeitpunkt stand es noch 0:0 in einer höhepunktarmen Partie auf wirklich schlecht bespielbarem Grund und Boden. Einige Zuschauer betitelten das Geläuf kurzerhand als Acker, womit sie auch nicht ganz falsch lagen.

Gepflegtes Kurzpass- oder Kombinationsspiel war praktisch unmöglich. Somit wurden die Gäste schon durch die Gegebenheiten geschwächt. Gelb-Rot-Sünder Malek ermöglichte mit seinem ersten Gelb-Foul auch die einzige echte Torchance in Hälfte eins. Die hatten folglich die Gäste.

In der zehnten Spielminute führte Ahlemann den Freistoß aus und zwang SSV-Keeper Falk zu einer Glanzparade. In den Vorminuten machte aber der Gast vom SSV 80 viel Tempo, zeigte sich aber im Abschluss viel zu harmlos.

In der Folge bekamen die SSV-Kicker den Gegner und das Match unter Kontrolle, hatten aber mit den Bodenverhältnissen zu kämpfen. Auch die Versuche aus der Distanz wurden durch die von Ahlemann gut organisierte SVI-Abwehr zumeist geblockt. Versuche von Scheinert, Gütte oder auch Stehr sind hier zu nennen.

SSV in Unterzahl couragiert

Als dann Malek kurz vor dem Pausenpfiff seine zweite Gelbe sah, sagten die zahlreich mitgereisten SSV-Fans der eigenen Elf schon eine schwierige zweite Hälfte voraus.

Doch das Gegenteil trat ein. Vom Wiederanpfiff weg hatte man nie das Gefühl, dass die Gardelegener mit einem Mann weniger auf dem Platz stehen würden. Auch spielerisch steigerte sich die Scheinert-Elf und hatte sich nun scheinbar besser auf das Geläuf eingestellt.

Bacher nutzt Abpraller

In Minute 54 durften die Gäste dann auch jubeln. Zunächst schaltete Berlin schnell um und bediente Stehr, der setzte sich auf der linken Seite gut durch und bediente Gütte. Der war aber im Pech, weil sein Schuss am Pfosten landete. Den Abpraller nahm aber Torjäger Bache auf und verwandelte eiskalt zum 0:1.

Nun hatte der SSV leichtes Spiel. Es gelang auch viel mehr als noch in den ersten 45 Minuten. Nach gut einer Stunde wurde Stehr an der Strafraumgrenze gelegt. Den fälligen Freistoß jagte Berlin humorlos ins kurze obere Ecke - 0:2 (61.).

Auch in der Folge hatten die Gastgeber nicht die spielerischen Mittel, um den SSV in Gefahr bringen zu können. Versuche von Kotulla oder Herrmann brachten nichts ein und vor allem eben nur wenig Gefahr.

Auf der anderen Seite hätte Gütte (77.) fast noch das 3:0 erzielt, aber die tolle Ablage von Bache konnte der Torjäger nicht nutzen. SVI-Keeper Schube klärte zur Ecke. Auch in der Schlussphase, in der die Gäste nochmal etwas Oberwasser bekamen, hielt die SSV-Defensive allen Angriffen stand.

Statistik

Torfolge: 0:1 Simon Bache (54.), 0:2 Clemens-Paul Berlin (61.).

Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Gardelegens Hannes Malek (45.) wegen wiederholten Foulspiels.

Schiedsrichter: Marco Uhlmann.

Zuschauer: 77.