Bismark l Im Testspiel konnte sich die Mannschaft von Helge Kietzke mit 4:2 (0:1) beim Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark durchsetzen und feierte damit den zweiten Testspiel-Erfolg in Serie. Für Bismark war es bereits die zweite Niederlage gegen einen Landesklasse-Vertreter.

Nach recht ausgeglichener Anfangsphase wurde der gastgebende TuS Schwarz-Weiß Bismark immer besser. Speziell im Mittelfeld hatte die Eintracht aus Salzwedel kaum Zugriff, so dass sich die Bismarker des Öfteren schnell nach vorne kombinieren konnten.

Nachdem vor allem der TuS-Neuzugang Robert Schmidt eine sehr gute Möglichkeit ausließ (29./gehalten), fiel dann in der 34. Minute die nicht ganz unverdiente Bismarker Führung. Salzwedels Alf Müller spielte im Aufbau einen kapitalen Fehlpass in die Mitte - direkt in die Füße von Carlo Rämke. Der erfahrene Torjäger sah, dass der SVE-Keeper Dennis Röhl weit vor seinem Kasten stand und probierte es aus der Distanz. Röhl versuchte im Rückwärtslaufen noch an den Ball heran zu kommen, konnte aber nicht mehr entscheidend klären - 1:0.

Bismark führt zur Pause

Nach diesem Treffer fand Salzwedel wieder besser in die Partie. Während der eingewechselte Luca Nowak das 1:1 verpasste (37./gehalten), hätte Schmidt auf der anderen Seite allerdings auch auf 2:0 erhöhen können (42./stark gehalten).

Offenes Spiel nach der Halbzeit

In den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein anderes Bild. Bismark stellte sein System um und das spielte dann vor allem Salzwedel in die Karten. Vom Anpfiff weg waren die Westaltmärker nun tonangebend und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. Der Ausgleich fiel dann aber erst durch einen Foulelfmeter. Stefan Heuer wurde steil geschickt und spitzelte das Leder vorbei an TuS-Keeper Niklas Kannenberg, wurde dann aber vom selbigen von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat zum Elfmeter selber an und verwandelte sicher - 1:1.

Doch diese Führung hielt nicht lange. Nur drei Zeigerumdrehungen später lud Salzwedels Pascal Kreitz die Bismarker zum Toreschießen ein und schickte Rämke auf die Reise. Dieser sah den mitgelaufenen Felix Jubert, der locker auf 2:1 erhöhte. Wieder nur ein paar Sekunden später durfte Salzwedel zum zweiten Mal jubeln. Gregor Roth trieb den Ball unter Bedrängnis nach vorn und hämmerte das Leder aus der zweiten Reihe ins Netz - 2:2.

Es ging nun Schlag auf Schlag. Fünf Minuten nach dem Ausgleich brachte Lukas Biermann die Salzwedeler per Direktabnahme mit 3:2 in Front, ehe Philip Müller mit seinem Tor zum 4:2 den Sack endgültig zu machte. Rämke hätte kurz vor Ultimo zwar fast noch auf 3:4 verkürzt, setzte den Schuss aber etwas zu hoch an.

Grempler beglückwünscht Salzwedeler Sieg

„Kompliment an Salzwedel zum Sieg. Man hat gesehen, dass Salzwedel schon einen Schritt weiter war. Wir haben noch viel Arbeit vor uns und werden deshalb weiter intensiv arbeiten. Ich denke, dass es jetzt falsch wäre, wenn man nur kritisieren würde, weil wir viele junge Spieler in unseren Reihen haben und ihnen die Zeit geben wollen“, erklärte Bismarks Co-Trainer Dirk Grempler nach dem Abpfiff.

„Man sieht bei uns langsam Fortschritte. Man hat zwar gesehen, dass manchmal noch die Abstimmungen fehlen und die Laufwege nicht passen, doch insgesamt sah das schon gut aus. Wir müssen sicher dringend noch an unserer Chancenverwertung arbeiten. Dazu kommt noch unser Verhalten bei ruhenden Bällen - defensiv wie offensiv“, schätzte Salzwedels Übungsleiter Helge Kietzke den Test ein.

Statistik

TuS Schwarz-Weiß Bismark: Gust (46. Kannenberg) - Neumann (46. Jubert, 75. Hopperdietzel), Hein (12. Kujawski), Sikulskyi, Mayer (12. Gagelmann), Schmidt, Rämke, Hohmann, Grempler, Scherer, Motejat.

SV Eintracht Salzwedel 09: Röhl - Roth (25. A. Müller), Liestmann, Heuer, Kreitz, P. Müller, Schmidt-Seifert, Buchmeyer, Wulff (32. Stolz), Biermann (25. Nowak), Plewe (36. Werede).

Tore: 1:0 Carlo Rämke (34.), 1:1 Stefan Heuer (63./Foulelfmeter), 2:1 Felix Jubert (66.), 2:2 Gregor Roth (67.), 2:3 Lukas Biermann (72.), 2:4 Philip Müller (81.).

Schiedrichter: Michael Damke.

Besondere Vorkommnisse: Keine.

Zuschauer: 70.