Wolfsburg l Nachdem Fußball-Landesligist SSV 80 Gardelegen bereits seit einer Woche wieder im saisonvorbereitenden Training steht, fand am Mittwochabend auch das erste Testmatch für die Elf von Trainer Norbert Scheinert an. Dabei unterlagen die Altmärker bei der U19-Bundesligamannschaft des VfL Wolfsburg klar und deutlich mit 1:6 (0:3).

Optimale Bedingungen fanden die Gardelegener natürlich auch am Spielort - ausgetragen wurde das Match im Nachwuchsleistungszentrum des VfL im Porschestadion - vor. Der Spielrasen ähnelte einem grünen Teppich und auch der Gegner zeigte sich von seiner besten Seite.

Wölfe spielerisch überlegen

Die Wolfsburger U19 - immerhin Halbfinalist im Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2019 - trat gleich mit 22 Spielern an und war mindestens auch eine Klasse besser als der Landesligist aus der Altmark.

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Vor allem im Spieltempo, in der Handlungsschnelligkeit, in der Aggressivität und natürlich auch im technisch-taktischen Bereich waren die jungen Wölfe haushoch überlegen. Mit wenig Kontakten und - wie beschrieben - unglaublich hohem Tempo übernahmen die Schützlinge von Thomas Reis sofort das Kommando auf dem Platz und setzten den SSV damit erheblich unter Druck.

Der zeigte auch ein wenig zu viel Respekt, agierte bei Ballbesitz zu ängstlich und zu zaghaft. Auch die Passschärfe und Genauigkeit ließen zu wünschen übrig. Das nutzten die Wolfsburger natürlich eiskalt aus.

Freistoß sorgt für VfL-Führung

Der erste Treffer sollte allerdings nicht aus dem Spiel heraus fallen. In Minute acht versenkte der sehr agile Ole Pohlmann einen Freistoß aus gut 18 Metern zum 1:0.

Das 2:0 (13.), erneut war Pohlmann Balleroberer und Vollstrecker, resultierte aus einem Ballverlust der Gardelegener im Mittelfeld. Danach ging es blitzschnell, und ehe sich die SSV-Kicker versahen, schlossen die Wolfsburger ihr Umschaltspiel zum 2:0 ab.

Unter den Augen von Nachwuchsleiter Pablo Thiam präsentierten sich die Gastgeber weiter spielfreudig, verpassten es aber, weiter nachzulegen. Nötig war dazu ein Handelfmeter, den ein Probespieler zum 3:0 verwerten konnte (22.).

Danach beruhigte sich das Spiel etwas, allerdings behielten die Wolfsburger weiterhin die Kontrolle. Allerdings fehlte nun das Schussglück. Auf der anderen Seite hatten nur Neuzugang Daniel Stehr und Angreifer Simon Bache zwei harmlose Abschlüsse.

VfL bleibt tonangebend

Nach dem Wechsel - der VfL tauschte seine Mannschaft komplett aus - ging es weiter nur in eine Richtung. Als brandgefährlich entpuppte sich dann auch zunehmend das Flügelspiel, von dem Torjäger Lenn Jastremski (58., 61.) profitierte - 5:0. Kurz danach passierte VfL-Keeper Wienhold ein Fehler. Er schoss den anlaufenden Sascha Gütte bei einem Klärungsversuch an. Gütte setzte weiter nach und traf zum 1:5 (62.).

In der Folge hatten die Wolfsburger weitere Möglichkeiten, doch ein weiterer Strafstoß - diesmal von Wahlig (65.) - sollte den Endstand bringen.

Statistik

Torfolge: 1:0, 2:0 Ole Pohlmann (8., 13.), 3:0 Probespieler (21./Handelfmeter), 4:0, 5:0 Lenn Jastremski (58., 61.), 5:1 Sascha Gütte (62.), 6:1 Nathan-Rafael Wahlig (64./Foulelfmeter).

Schiedsrichter: Niklas Olle.

Zuschauer: 115.