Kuhfelde l Zwischen beiden Mannschaften liegen zwei Spielklassen – und genau dies war im Rahmen des Handball-Nordcups der Frauen auch auf der Platte deutlich zu erkennen. Kreisligist Kuhfelder SV war trotz allem Engagements gegen den Spitzenreiter der 1. Nordliga, Post SV Magdeburg, beim 16:38 (7:18) chancenlos.

Für Kuhfelde nichts zu holen

Nach dem Halbzeitpfiff waren KSV-Coach Markus Wolter die Sorgenfalten auf der Stirn förmlich anzusehen. „Da dachte ich, wir verlieren das Spiel noch höher. Zum Glück haben wir uns zwischendurch etwas gefangen. Doch mir war schon im Vorfeld klar, dass es für uns nichts zu holen gibt“, erkannte Wolter die Überlegenheit der Magdeburgerinnen neidlos an.

Speziell Anja Muth bekamen die Westaltmärkerinnen nicht in den Griff, die Nummer 20 aus der Landeshauptstadt überzeugte mit 19 Treffern. Zum Vergleich: Die besten KSV-Werferinnen – die Höft-Schwestern Alina und Isabella – trafen beschauliche vier Mal.

Post SV Magdeburg ist abgezockter

Die Post-Sieben zeigte sich vom Anpfiff weg wesentlich abgezockter. Sie baute ihre Angriffe sehr durchdacht auf und schloss sie sehr effektiv ab. Da konnte selbst die sonst sehr verlässliche Kuhfelder Torhüterin Janina Dittmann wenig ausrichten. Zwar war der Jubel nach dem 1:2-Anschlusstor der Gastgeberinnen durch Luise Schultheiß in Minute sechs noch recht groß, doch es folgte ein 4:0-Lauf der Post-Sieben zum 6:1 (14.). Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, in welche Richtung es in der Altmarkhalle gehen würde.

Der KSV ließ im Angriff einfach zu viel liegen und leistete sich zudem zu viele Fehlabspiele. Die Landeshauptstädterinnen bedankten sich artig, fingen die Bälle ab und nutzten die vielen Tempogegenstöße dann auch eiskalt. Es war klar zu erkennen, dass es sich dabei um ein Spitzenteam der 1. Nordliga handelt, das mittlerweile sogar an die Tür zur Sachsen-Anhalt-Liga klopft.

Magdeburg erhöht bis zur Pause

Nach etwas mehr als 20 Minuten hatten sich die Postler bereits auf zehn Treffer (13:3) abgesetzt. Doch sie blieben weiter hungrig. Zwar gelangen Alina Höft und Elisa Zimmermann in der Folge – speziell die Abwehr gewann etwas mehr Stabilität – mal zwei Kuhfelder Tore in Serie (5:13/24.), doch bis zur Pause erhöhte Magdeburg wieder auf 18:7.

Am Thron der Gäste war auch nach dem Seitenwechsel nicht zu rütteln. Der Kreisligist probierte alles, um es dem Favoriten so schwer wie möglich zu machen. Allerdings ließen sich die Post-Damen nicht beeindrucken, blieben weiterhin konzentriert und eiskalt im Abschluss. Anders der KSV, der – um zumindest den Rückstand konstant zu halten – einfach zu viele Chancen vergab beziehungsweise Bälle verlor.

Das Ding ist durch

Alina Höft und Zimmermann sorgten zwar mal wieder für zwei Gastgeber-Treffer in Folge zum 10:26 (45.), doch an eine Wende glaubte natürlich niemand mehr in der Halle. „Ich denke, jetzt ist das Ding durch“, meinte dann auch scherzhaft KSV-Fan Thomas Riedl, der gemeinsam mit Steffen Bischkopf auf der Tribüne aber dennoch weiterhin trommelte, was das Zeug hielt.

Auf der Platte bauten die Magdeburgerinnen, die mit Nadine Hünrichs eine ganz starke Torhüterin zwischen den Pfosten hatten, ihren Vorsprung ohne ganz große Mühe immer weiter aus. So hieß es beispielsweise nach 47 Minuten 10:31 aus Kuhfelder Sicht. Es ging sogar noch mehr, denn Muth & Co. vergrößerten ihr Polster bis zum Ende sogar noch auf 22 Tore (38:16). Für den Kuhfelder SV war die Niederlage hingegen kein Beinbruch, schon bei der anschließenden Weihnachtsfeier wurde wieder eifrig gelacht und auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt.

Kuhfelder SV: Dittmann - Balke, Granse (1 Tor), Thomas, Zimmermann (3), Junghans, Schultheiß (2), Lemme, Kramp (2), A. Höft (4), I. Höft (4), Matzka, Bierstedt.

Post SV Magdeburg: Hünrichs - Koschorrek (5), Herbst (7), Haunschild (2), Schmidt, Ebert (4), Muth (19), Krüger, Wohlgemuth (1).