Arendsee/Binde l Am Ende standen nämlich zwei glatte 3:0-Heimsiege zu Buche. Es war aber auch das Wochenende der nackten Zahlen. Die Ziffern 3, 34, 43, 50, 63, 150, 1150 und sicher noch ein paar mehr spielen dabei besondere Rollen.

Der SV Binde ist in diesem Jahr nicht nur zu Hause eine Macht, sondern - der Blick auf das aktuelle Tableau beweist das eindrucksvoll - eine absolute Ligaspitzenmannschaft. Nach dem 18. Spieltag der Saison 2018/2019 rangieren die Binder Männer in der 2. Bundesliga nämlich auf dem zweiten Platz. Und den gilt es, ins Ziel zu retten.

Drei Aushilfen aus der zweiten Mannschaft

„Das wäre natürlich großartig, wenn uns das gelingen würde. Wir standen zwar schonmal als Dritter auf dem Ligapodest, doch die Silbermedaille schafften wir noch nie“, so Teamleiter Alf Schernikau.

Am Punktspielwochenende gab es erneut zwei klare 3:0-Heimsiege gegen Vetschau und Seyda. Damit bauten die Altmärker ihre heimische Ungeschlagenserie weiter aus. Doch dazu später mehr. Es war nämlich auch ein Wochenende der nackten Zahlen.

Zahl 3

Die Binder mussten diesmal auf die Dienste von Carlo Thiede (Beruf) und Stefan Dombrowski (Urlaub) verzichten. Kurzerhand sprangen Wolfram Albrecht und Reinhard Schulz aus der zweiten Mannschaft ein und schlossen die Lücken. Aufgrund einer kleinen Rückenverletzung von Schulz am Sonntag, musste sogar noch der dritte Reservespieler einspringen. Wolfgang Behrens war also Spieler Nummer drei der zweiten Mannschaft, der am Wochenende einen Bundesligaeinsatz „übergeholfen“ bekam.

Zahl 34

Mit den 3:0-Heimerfolgen gegen Vetschau und Seyda bauten die Binder ihre heimische Ungeschlagenserie auf stolze 34 Spiele aus. Seit über drei Jahren gelang es also keiner Mannschaft mehr, aus Arendsee überhaupt etwas mitzunehmen - außer vielleicht ein wenig Bahnerfahrung. „Das habe ich so noch nicht erlebt, und ich spiele schon ein paar Jahre auf diesem Niveau“, stellte Jochen Neubauer fest.

Zahl 43

107 kleine Punkte sicherten sich die Binder in den beiden Partien am Wochenende. Gleich 43 davon - also gute 40 Prozent - gingen auf das Konto der Familie Albrecht. Während Richard mit seinen neun Zählern am Sonnabend und seinem Bestwert am Sonntag auf 21 Zähler kam, legte Papa Wolfram noch ein Pünktchen drauf, kegelten zweimal den zweitbesten Wert und steuerte 22 Punkte bei. Kurios: Es existiert übrigens nur ein grünes Trikot mit dem Namen Albrecht auf dem Rücken. „Richard war damals noch in der B-Jugend, als wir diese Trikots bekamen. Da hat er noch keins abbekommen“, so Wolfram Albrecht mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Da Wolfram im Schlussblock aufgestellt war, zog sich Richard (Mittelblock) nach seinen 900 Holz ganz schnell um und übergab das Spielhemd seinem Vater Wolfram. Das brachte aber scheinbar Glück.

Zahl 50

Das Spiel am Sonnabend gegen Vetschau wurde - wie so oft - souverän von Schiedsrichterin Simone Salbreiter-Hill geleitet. Und dieser Einsatz war ein ganz besonderer, denn es war der 50. Bundesligaeinsatz als Schiedsrichterin in Binde. „Ja wie die Zeit vergeht. Ich hätte nicht gedacht, dass es schon so viele Einsätze waren“. Natürlich meisterte Salbreiter-Hill auch ihren 51. Einsatz am Sonntag hervorragend.

Zahl 63

Der älteste Binder Kegler am Sonnabend war diesmal „Aushilfskraft“ Reinhard Schulz. Und es dürfte für Schulz nicht nur ein besonderes Erlebnis gewesen sein, einen Bundesligaeinsatz zu bekommen. Nein, der kam ihm auch teuer zu stehen. Er feierte nämlich an diesem Tag seinen 63. Geburtstag und „durfte“ sicher nach dem Wettkampf noch die eine oder andere Runde spendieren. „Naja, ganz zufirden war ich nicht mit meiner Leistung am Sonnabend. Aber zumindest war ich bester Kegler in meiner Altersklasse“, scherzte der Jubilar.

Carlo Thiede wird per Liveticker informiert

Zahl 150: Zu den absoluten Dauerbrennern im Binder Team gehört mittlerweile Jochen Neubauer. Ständig und mit großer Konstanz sorgt er für gute Ergebnisse und viele Einzelpunkte. Auch er feierte am Sonnabend ein kleines Jubiläum, denn er absolvierte im Match gegen Vetschau seinen insgesamt 150. Bundesligaeinsatz für den SV Binde. Dafür gab es von Lebenspartnerin und Schiedsrichterin Simone Salbreiter-Hill auch eine frisch gebackene Torte. Und Neubauer hätte das Jubiläum fast verschlafen, doch SVB-Statistikpapst Stefan Dombrowski sendete die Informationen schon in der Woche vor seinem Urlaub zu seinem Teamkollegen. „Ich dürfte nun schon gut 360 Bundesligaspiele auf dem Buckel haben, 150 sehr schöne davon eben für den SV Binde“, so Neubauer.

Zahl 1150: Der wohl erste Gratulant am Sonntag zum 34. 3:0-Sieg in Serie auf der Heimbahn war Carlo Thiede, der derzeit beruflich in Schweden weilt und nicht mitmachen konnte. Quasi per Standleitung hielt Richard Albrecht ihn in 1150 Kilometer Entfernung per Liveticker auf dem Laufenden.