Magdeburg l Der SV Eintracht Salzwedel absolvierte eine erfolgreiche Fahrt in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. In der Nachholpartie des neunten Spieltages konnten die Licht/Wagner-Schützlinge den TuS Magdeburg-Neustadt verdient mit 6:1 (3:0) bezwingen, trafen dabei allerdings auch auf relativ wenig Gegenwehr.

Eintracht Salzwedel ist Dritter

Durch diesen Auswärtserfolg tritt die Eintracht zwar weiterhin auf Position drei auf der Stelle der Verbandsliga Nord, hat bei zwei Partien weniger auf dem Konto aber nur noch sieben Punkte Rückstand zum Tabellenführer 1. FC Magdeburg II.

Vor der Partie stellte man sich im Salzwedeler Lager auf eine enge Partie auf Augenhöhe ein. Schließlich belegte der TuS den fünften Rang und ist - gerade auf seinem Kunstrasenplatz - immer ein spielstarker Gegner. Allerdings kam es etwas anders.

Hohes Tempo von beiden Teams

In den ersten Minuten legten beide Teams munter los. Sowohl die Platzherren als auch die Salzwedeler legten ein hohes Tempo vor und kamen so zu guten Gelegenheiten. Vor allem die Gäste aus Salzwedel strahlten in der Anfangsphase viel Torgefahr aus.

Nachdem Max-Niklas Picht nur die Latte traf (2.) und danach Finn Ole Krietsch zweimal scheiterte (3./gehalten, Außennetz), machte es der Kapitän in der achten Minute besser und traf zum 1:0 aus Gäste-Sicht. Louis Licht eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte, umkurvte anschließend zwei Gegenspieler und traf dann mit einem satten Distanzschuss ins linke Eck.

Feldspieler steht im Tor

Nur wenige Sekunden nach der Salzwedeler Führung kam es noch dicker für die ohnehin schon ersatzgeschwächten Magdeburger. Bei einem Klärungsversuch verletzte sich der Keeper Arman Akaie, so dass fortan ein Feldspieler im Tor stand.

In der 17. Minute folgte dann rasch das 2:0. Sascha Ohmenzetter setzte sich an der rechten Eckfahne durch, drang in der 16er ein und fand im Zentrum den aufgerückten Innenverteidiger Yannick Vesely. Dieser musste dann aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten.

Salzwedel ist unkonzentriert

Trotz der 2:0-Führung wirkten die Salzwedeler etwas unkonzentriert. Die 09er leisteten sich viele leichte Ballverluste und hatten in der Rückwärtsbewegung auch nicht immer die optimale Zuordnung.

So kamen auch die Domstädter weiterhin zu guten Tormöglichkeiten. Weil aber Alessandro Leonard Konitzer zweimal knapp scheiterte (18., 19./jeweils vorbei), blieb es zunächst beim Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste.

Vorentscheidung zur Halbzeit

Kurz vor dem Pausenpfiff dann praktisch die Vorentscheidung in dieser Partie. Bereits in der ersten Minute der Nachspielzeit bekam Toni Tarras den Ball von Yves Meineke stark in den Lauf gespielt, blieb allein vor dem TuS-Tor ganz cool und schob überlegt zum 3:0-Halbzeitstand ein.

In den zweiten 35 Minuten blieben die Jeetzestädter am Drücker. Erst erhöhte Tarras wenige Sekunden nach Wiederanpfiff auf 4:0 (37.), ehe Martin Homeyer in der 40. Minute per Traumtor das 5:0 markierte.

Magdeburg bejubelt Ehrentor

Doch auch die Gastgeber durften zumindest einmal jubeln. Nach einer Hereingabe von Emilian Puchert stand Konitzer am zweiten Pfosten goldrichtig und erzielte zumindest den Ehrentreffer zum 1:5 (55.).

Doch den Schlusspunkt dieser insgesamt einseitigen Partie setzten die Salzwedeler. Krietsch hatte im 16er zu viel Platz und schob das Leder flach ins lange Eck zum 6:1-Endstand ein. Durch diesen Dreier darf die Salzwedeler Eintracht weiter vom Staffelsieg träumen.

Torfolge: 0:1 Louis Licht (8.), 0:2 Yannick Vesely (15.), 0:3, 0:4 Toni Guido Tarras (35., 37.), 0:5 Martin Homeyer (40.), 1:5 Dean-Romeo Höhne (55.), 1:6 Finn Ole Krietsch (60.).

TuS Magdeburg-Neustadt: Akaie (9./Simon) - Schmidt, Regener, Mahner, Poppe, Klawunn, Hildebrandt, Puchert, Höhne, Konitzer, Fuchs.

SV Eintracht Salzwedel 09: Le Minh - Picht, Meineke (36./Wagner), Lemke (55./Gose), Vesely, Homeyer, Ohmenzetter (36./Müller), Tarras (60./Grabowski), Holtermann, Licht, Krietsch.