Gardelegen l Mit einem Punkt Vorsprung sicherte sich der Hauptstädter den Sieg in der altmärkischen Region. Auch die Altmärker spielten eine gute Rolle. Am Ende der neun Runden des Gardelegener Gedenkturnieres zu Ehren des ehemaligen Abteilungsleiters Helmut Schütz stand mit dem Erfolg von Ilja Schneider (SF Berlin) ein Favoritensieg zu Buche. Schneider verwies mit einem ganzen Punkt Vorsprung bei der 25. Turnierauflage Jonas Roseneck (SG AE Magdeburg) und den Stendaler Stephan Hansch auf die weiteren Plätze.

Fünf Siege aus fünf Spielen

So klar, wie es im Gesamtstand zum Ausdruck kommt, verlief das Turnier für den späteren Sieger nicht. Legte Schneider zunächst mit 5 Siegen aus 5 Runden vehement los, zeigte der spätere Tabellenzweite Jonas Roseneck (SG AE Magdeburg) mit den weißen Steinen eine blitzsaubere Leistung. Der Magdeburger Kaderspieler erarbeitete sich eine Position, die ihm vielversprechende Gewinnchancen ließ.

Doch mit schwindender Bedenkzeit zeigte sich die Klasse von Schneider, der in der Bundesliga für die Schachfreunde Berlin antritt. Der Turnierfavorit nutzte seine wenigen Gegenchancen konsequent und erreichte mit Mühe eine Punkteteilung.

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Roseneck trauert um vergebene Chancen

Wie Roseneck selbst nach der Partie bemerkte, musst du so eine Stellung nach Hause bringen, egal gegen wen du spielst. Der junge Magdeburger durfte sich aber über den Pokal der separat gewerteten Schnellschach-Meisterschaft des Schachbezirkes Magdeburg sowohl im Einzel, als auch mit der Mannschaft freuen. Und noch ein zweites Mal wurde es für den Turniersieger eng, als in der vorletzten Runde Außenseiter Benjamin Wagner eine nahezu fehlerfreie Weißpartie ablieferte. Schneider bekannte im Nachhinein, dass er gefühlt das erste Mal im Leben einfach ein Schach übersehen hätte. „Ich habe mich dadurch in richtige Schwierigkeiten gebracht“, so der Berliner, der schon zweimal das Gedenkturnier gewinnen konnte. Aber auch in dieser Partie behielt Schneider die Nerven und rettete sich in die Punkteteilung. Es sollten die einzigen beiden Punkteteilungen für Schneider im Turnierverlauf bleiben, der damit als einziger der 52 Spieler keine Partie verlor.

Aus altmärkischer Sicht trumpfte besonders Stephan Hansch (Stendaler SK) auf. Die Niederlage gegen den späteren Turniersieger aus der fünften Runde steckte der Stendaler ohne Nachwirkungen weg, sammelte Punkt um Punkt in den folgenden Runden und sicherte sich schließlich den dritten Tabellenplatz.Der Gastgeber konnte sich über einen hervorragenden 10. Platz von Volker Holtmeier freuen, der sich mit zwei Siegen in den abschließenden Runden nochmals richtig nach vorn spielte. Unangefochten gewann Holtmeier den Sonderpreis des besten Gardelegeners.

Die weiteren altmärkischen Vertreter besaßen im stark besetzten Teilnehmerfeld einen schweren Stand. Heidrun Conrad (SF Turm 2000 Wahrburg) setzte sich mit etwas Glück in der Sonderwertung „Beste Dame“ durch. Sie verwies nach besserer Zweitwertung Nadja Nidzwetzki (Eintracht Tangerhütte). Ferner gewann Ralph Kahe (SV Rochade Magdeburg) die Sonderkategorie „Bester Senior“ und Benjamin Wagner (SG AE Magdeburg) die Kategorie „Bester Junior“.

Teilnehmerzahl stellt Organisatoren zufrieden

Turnierleiter Maik Schumacher freute sich mit dem gesamten Gardelegener Organisationsteam über die große Teilnahmeresonanz zur Jubiläumsausgabe. „Über 50 Teilnehmer kamen das letzte Mal 2011 zu uns nach Gardelegen“, so Schumacher, der sich auch besonders positiv über die Vielzahl der jungen teilnehmenden Akteure äußerte. Einige der Gardelegener spielten ihr erstes großes Erwachsenenturnier mit und das mit Erfolg.