Schönebeck l Die Frauen von Union Schönebeck aus der 2. Bundesliga hielten den Landespokal schon des Öfteren in den Händen. Nach einem Jahr Abstinenz standen sie nun wieder im Final Four in Schönebeck. Und mit einer kleiner Show wurden die vier Teams auf die Bahn holt. Der Eingangsbereich wurde in Nebel gehüllt, durch den alle Mannschaften einliefen und sich aufstellten. Untermalt wurde die Stimmung mit Lichteffekten. Da die Männer bereits am Vormittag spielten, verzögerte sich der Beginn. Die Herren bekamen noch eine Medaille übergeben. Der Fairness halber mussten die Unionerinnen auf den für sie ungewohnten Bahnen eins bis vier antreten. Doch das hielt die Frauen nicht vom Pokalsieg ab. Im Finale bezwang Union den SKV Rot-Weiß Zerbst 99 mit 5:3 Mannschaftspunkten (MP) und einem Ergebnis von 3321:3290 Holz. Die Bronzemedaillen gingen an den KSV Gerbstedt und an die SG Wählitz.

Halbfinale am Sonnabend

Doch bevor das Finale am Sonntag gespielt werden konnte, mussten die „Mutzekiepchen“ im Halbfinale am Sonnabend gegen Gerbstedt antreten. Mit 3313:3196 Kegeln und einem Endstand von 6:2 zog Union ins Finale ein.

Anne Stahlich (568) und Kerstin Bich (554) starteten für Union und sicherten sich gegen Melanie Weihrauch (545) und Anne Matiebe (541) beide MP. Auch Karolin Öhlschläger spielte mit 567 Kegeln ein gutes Ergebnis und sicherte sich mit 3:1 Satzpunkten (SP) den MP gegen Sabrina Schucht.

Katrin Lemgau schien nicht in Fahrt zu kommen und hatte gegen Diana Beyer in den ersten beiden Sätzen das Nachsehen. Beim Zwischenstand von 302:249 Kegeln kam Vicky Otto in die Partie, die das Duo mit 301 Zählern auf insgesamt 550 Holz brachte. Dennoch ging der MP bei 2:2 SP an Beyer (569). Wie schon Lemgau hatte auch Juliane Große mit sich zu kämpfen. Mit 507 Kegeln konnte die Mannschaftsleiterin von Union Schönebeck nicht an die Leistungen der Saison anknüpfen, verlor jedoch bei 2:2 SP nur wenige Kegel gegen Celine Klause (515). Besser erging es Kerstin Focke, die Christiane Kirchberg (505) keine Chance ließ und mit 567 bei 3:1 SP triumphierte.

Packendes Finalspiel

Im anderen Duell war es der SKV Rot-Weiß Zerbst 99, der mit einem 5:3-Sieg bei 3213:3066 Gesamtkegeln über die SG Wählitz ebenfalls das Endspiel erreichte. Im Finale sollte es dann ein enges Match zwischen den beiden Mannschaften werden. So starteten für Schönebeck Anne Stahlich und Juliane Große und für Zerbst Bärbel Grohnert und Christel Klang. Während Stahlich mit der Gegenspielerin bei 568:541 Kegeln wenig Probleme hatte, musste Große kämpfen. Nur knapp scheiterte die Mannschaftsleiterin auf der letzten Bahn an Klang. Das Duell ging mit 2:2 SP und 572:549 Holz an die Zerbsterin.

Im Mittelpaar präsentierte sich Katrin Lemgau deutlich sicherer als im Halbfinale. Mit guten 545 Holz hatte sie gegen Petra Leps dennoch keinen Erfolg. Leps erspielte drei SP und 565 Kegel. Im anderen Duell begann Susann Härtge mit starken 152 Kegeln gegen das Geburtstagskind Anja Durzynski und ging in Führung. Doch es blieb spannend, beide Spielerinnen schenkten sich nichts und so ging nach abwechselnden Bahngewinnen der MP letztlich an Härtge bei einem Endstand von 528:518 Holz.

Weiterhin trennten beide Teams nur wenige Hölzer und so war für Jennifer Bache und Tanja Dayß, sowie Vicky Otto und Kerstin Focke noch alles drin. Otto ließ sich von den starken Phasen der jungen Zerbsterin Bache (500) nicht aus der Fassung bringen und sicherte sich mit starken 589 Kegeln und 4:0 SP verdient den dritten MP für Grün-Rot. Dayß fightete bis zum bitteren Ende gegen Fockes 542 Holz und holte sich mit 594 Kegel nicht nur alle vier SP und den MP, sondern auch das beste Einzelergebnis der Partie. Beide Teams hatten sich drei MP erspielt. Nun kam es auf das Mannschaftsergebnis an. Hier lag Union vorn und bekam somit die beiden zusätzlichen Punkte. Doch der Kampf des SKV machte sich bezahlt. Da Union einen Bundesligastartplatz besitzt, ziehen die Zerbsterinnen ebenfalls in den DKBC-Pokal ein.