Schönebeck (mha/kag) l Michael Walla-Bartaune von der Physiotherapie Bartaune öffnete die Türen seiner Praxis, welche direkt an die Kegelbahn angrenzt, und schulte die Kegler in Sachen Wettkampfvorbereitung und Training. Sieben Jahre war Bartaune im Bereich Sportkegeln unterwegs und betreute unter anderem die Deutsche Nationalmannschaft sowie die Erfolgskegler des SKV Rot-Weiß Zerbst. Mit diesem Erfahrungsschatz und dem breiten Wissen aus dem Berufsleben gab er den Zweitbundesliga-Classic-Keglern von Union Schönebeck Techniken und Strategien mit auf den Weg, die sichtlich für Staunen und Begeisterung sorgten. Das neu Erlernte brachten die Elbestädter im Anschluss gleich eindrucksvoll auf die Bahnen. Gegen die SpG Semper/AdW Berlin fuhren die Grün-Roten einen 6:2 (3512:3441)-Erfolg ein. Wettkampfübergreifend sind die Unioner nun seit vier Spielen ohne Niederlage.

Starker Auftakt

Gegen die Bundeshauptstädter begannen abermals Thomas Große und Lars Schneidereit. Große machte kurzen Prozess mit Dirk Uhlig. Der Unioner spielte konstant starke Bahnen und stellte die Weichen mit dem Tagesbestwert von 631 Holz auf Sieg. Schneidereit hingegen sollte an diesem Tag ungewohnt unruhig agieren. So blieb Alex Karl stets oben auf und sicherte sich bereits nach drei Sätzen den Mannschaftspunkt (MP). Berlins Tagesbester nahm mit 588 Holz einen Großteil von Großes erzieltem Vorsprung von der Anzeige.

Die Hausherren waren mit sechs Zählern vorn und setzten auf Satino Stacke und Michael Hagemeyer. Stacke hatte sein Duell im Griff. Bezeichnend für das Duell war die erste Bahn. Dort zeigte er sich vom anfänglichen 15-Kegel-Rückstand nach den Vollen unbeeindruckt und sicherte sich mit einer 160er Bahn den Satzpunkt (SP) mit zwölf Zählern Unterschied. Mit 603 Kegeln holte Schönebecks Youngster den zweiten 600er an diesem Tag. Ein kleines tief verwehrte ihm ein noch besseres Ergebnis. Einen „Hänger“ hatte auch Hagemeyer zu Spielbeginn gegen Berlins Mannschaftsleiter Martin Würbach. Im Anschluss fing sich der Schönebecker aber und gab den Ton an. Mit drei guten Bahnen holte Hagemeyer den dritten MP für Grün-Rot.

Bilder

Mit 51 Kegeln Vorsprung gingen im Schlussdurchgang nun Maik Siegemund und Michael Barth für die Hausherren auf die Platte. Siegemund sollte nicht ins gewohnte Spiel finden und unterlag so Thomas Prill mit 546:574. Der Berliner machte zudem 28 Zähler gut. Bei den Gästen keimte somit noch eine kleine Hoffnung auf, die Partie doch noch zu retten.

Michael Barth zerstörte diese allerdings gnadenlos mit einer grandiosen Startbahn von 181 Holz. Auch im Anschluss überzeugte Barth und schraubte somit verdient seine persönliche Bestleistung auf 630 nach oben. Sascha Bräuer konnte mit 582 Zählern nur zuschauen und mit dem Wissen um eine erneute Niederlage von der Bahn treten.

Den bisherigen Siegeslauf wollen die Schönebecker auch am kommenden Wochenende fortführen. Auf die Unioner wartet das zweite Sachsen-Anhalt-Derby der Saison beim punktgleichen SV Geiseltal Mücheln.

Statistik

Union Schönebeck: Große (631), Schneidereit (529), Stacke (603), Hagemeyer (573), Siegemund (546), Barth (630)