Salzlandkreis l Noch düsterer sieht es im Amateurbereich aus. Hier wird gar nicht gespielt, so dass Spieler und Fans unter Fußball-Entzug leiden. Dabei gehören speziell die Salzlandliga-Spiele zum regelmäßigen Wochenend-Amüsement der Fans im Salzlandkreis. Die Zuschauerzahlen der vergangenen Spielzeiten belegen das.

Zuschauerzahlen im dreistelligen Bereich

Die Zuschauer-Krösusse der höchsten Spielklasse im Kreis können sich dabei oftmals auf Unterstützerzahlen im dreistelligen Bereich verlassen.

So belegte die TSG Unseburg/Tarthun beispielsweise Rang eins der Zuschauertabelle in der Saison 2014/15. Die 14 Heimspiele der TSG besuchten im Durchschnitt 105 Personen. Das beflügelte die Mannschaft dermaßen, dass sie am Ende der Saison sogar die Vize-Meisterschaft feiern konnte.

Noch besser ließ es für den SV Wacker Felgeleben im Spieljahr 2017/18. Die Rand-Schönebecker erspielten sich unter der Leitung von Trainer-Urgestein Thoralf Voß den Kreismeistertitel und stiegen erstmals in die Landesklasse auf. Großen Anteil hatte dabei auch die Unterstützung der Wacker-Fans auf dem heimischen Sportplatz. So blieben die Wacker-Männer in allen 13 Spielen der Saison ungeschlagen (Elf Siege, zwei Remis). 99 Zuschauer besuchten im Durchschnitt die Heimauftritte der Voß-Elf. Sogar satte 283 waren es beim klaren 4:0-Sieg gegen Neugattersleben am letzten Spieltag – Dies bedeutete den Saisonrekord für die Felgeleber.

Zuschauermagnet der beiden jüngsten Saisons war der SV Plötzkau. Der SVP konnte im Spieljahr 2018/19 durchschnittlich 119 Zuschauer begrüßen. Im abgebrochenen Spieljahr 2019/20 erhöhte sich dieser Schnitt nochmals.

Mit weniger Unterstützung müssen indes traditionell die Reservemannschaften auskommen. Bei ihnen sind es die höherklassigen Erstvertretungen, welche die Fans eher in ihren Bann ziehen. In den vergangenen sieben Jahren belegten gleich sechsmal zweite Mannschaften den letzten Platz der Zuschauertabelle. Dies waren der Schönebecker SC II, zweimal der SV 09 Staßfurt II und dreimal die TSG Calbe II.