Schönebeck l In Schönebeck beginnt ab Sonnabend eine neue Zeitrechnung. Der Verein stieg aus der Verbandsliga ab und sucht sein Glück nun in der Fußball-Landesliga Nord. Auch personell gab es einige Veränderungen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Mannschaft mit zahlreichen Jugendspielern aufgefüllt. Mit 24,93 Jahren im Durchschnitt besitzen die Elbestädter die viertjüngste Mannschaft der Staffel. Einzig der VfB Ottersleben (22,74), der SSV Gardelegen (24,75) und der TuS 1860 Magdeburg-Neustadt (24,8) weisen ein noch jüngeres Team auf. Der Gegner der Schönebecker am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr), der Ummendorfer SV, zählt mit einem Durchschnittsalter von 29,5 zu den „alten Hasen“.

Union strotzt vor Euphorie

Doch davon wollen sich die Schönebecker keinesfalls beeindrucken lassen. „Die jungen Bengels strotzen vor Euphorie. Wir müssen schauen, wie sie mit der körperlichen Härte zurecht kommen“, sagt Union-Coach Thomas Sauer. Doch nicht nur die „Jungen“ sind heiß, auch die „Alten“.

Um sich noch besser auf den Gegner einzustellen, wurde die letzte Woche der Vorbereitung für die Gegneranalyse genutzt. Denn der Aufsteiger ist fast gänzlich unbekannt. „Wir sind in die Detailplanung gegangen und haben verschiedene Spielsysteme durchgesprochen“, erklärt der Übungsleiter.

Dabei kamen einige interessante Fakten zum Vorschein. „Es ist eine spielstarke Mannschaft mit vielen guten Individualisten“, sagt Sauer, der seine Mannschaft genau auf diese Fälle einstellen möchte. „Wir müssen in den Zweikämpfen präsent sein und auch einen großen Willen zeigen“, ist sich der Übungsleiter sicher. Dabei spricht er nicht nur von den „jungen Wilden“, sondern vom gesamten Team.

Denn die Euphorie, die in Schönebeck vorherrscht, wird auch beim Gegner zu spüren sein, da ist sich Sauer sicher. Denn der Aufsteiger Ummendorf wird vor heimischen Publikum einen Saisonstart nach Maß feiern wollen. Und wie könnte das besser funktionieren, als gegen den Verbandsliga-Absteiger? Dieser kämpft weiterhin mit einigen personellen Problemen. „Es gibt noch den oder anderen Spieler, der angeschlagen ist“, verrät Sauer, der sich ansonsten sehr bedeckt hält, wer für die Partie am Sonnabend ausfallen wird.

Ebenso wird es auch Rückkehrer geben, die allerdings bereits am Freitag im Einsatz sein werden. Denn in der Salzlandliga trifft die Reserve von Union auf Wacker Felgeleben. „Der ein oder andere wird zur Unterstützung anreisen“, meint Sauer. Zudem werden wohl auch einige Spieler als Zuschauer im Stadion an der Barbarastraße mit dabei sein.

Der Rest wird dann am Sonnabend auflaufen. „Wir haben immer noch 17 Akteure zur Verfügung“, sorgt Sauer für Erleichterung bei der Personalfrage. „Die können sich am ersten Spieltag dann gleich mal so richtig beweisen.“