Schönebeck l  Die Unioner verloren auf dem heimischen Kunstrasen gegen den Magdeburger SV Börde mit 1:2 (1:1). Das Duell mit den Magdeburgern war dabei das von Schönebecks Trainer Thomas Sauer im Vorfeld angekündigte Spiel auf Augenhöhe. Mit dem besseren Start für die Gastgeber. Diese gingen nämlich durch Torjäger Marcus Bolze, der seit Wochen mit Kniebeschwerden zu kämpfen hat, aber dennoch überraschend in der Startelf stand, mit 1:0 in Führung. Der Treffer in Spielminute zehn war ganz nach dem Geschmack des Union-Trainers. „Es war eine gute Umschaltbewegung nach einer Ecke des Gegners. Es war ein sogenanntes Sieben-Sekunden-Tor. Wir sind mit zwei bis drei Ballkontalten relativ zügig nach vorn gekommen und haben das erfolgreich abgeschlossen“, freute sich Thomas Sauer über den gelungenen Tempogegenstoß seiner Elf. Was Sauer danach sah, stimmte ihn ebenfalls positiv. Zumindest bis Mitte der ersten Hälfte. „Etwa 20 Minuten lief es sehr gut für uns“, lobte der Übungsleiter.

Doch danach gelang den Schönebeckern zunehmend weniger. „Der Gegner hat dann gut zugestellt und wir haben die Dinge hinten nicht spielerisch gelöst“, stellte Sauer fest.

Die Folge waren viele lange Bälle, die zu zahlreichen Zweikämpfen führten, welche die Heimelf häufig als zweiter Sieger beendete. Folgerichtig kam Börde zum verdienten 1:1-Ausgleich durch Maximilian Lange (35.). Weiteren Treffern stand vor der Pause die Torumrandung im Weg. Die Gäste scheiterten am Pfosten, Dmitrijs Poliscuks für Union am Querbalken.

Wechsel verpufft

Zur zweiten Hälfte brachte Sauer dann Johannes Schliemann, um mehr Kopfballpräsenz in den Zweikämpfen zu generieren. Doch dieser Wechsel brachte insgesamt nicht die erhoffte Durchschlagskraft. Die Gäste aus Magdeburg waren weiter griffiger. „Der Gegner war auf zwei, drei Positionen stärker im Zweikampf“, merkte Sauer an. Folgerichtig war das 1:2 durch Julian Stellmacher nicht ganz unverdient. „Börde hatte spielerisch in Halbzeit zwei den besseren Ansatz, wenn auch ohne viele Chancen“, so der Union-Coach.

Dessen Team überzeugte unterdessen nur in Teilen. „Ich war mit der Leistung von einigen zufrieden, einige sind aber auch nicht an ihre Normalform herangekommen. Warum das so ist, lässt sich im Amateurbereich immer schlecht analysieren. Alle gehen arbeiten und haben vielleicht auch zuhause mal eine Baustelle“, orakelte der Trainer. Während Sauer diesen Umstand also als einen menschlich verständlichen Zug einordnete, störte ihn eine andere Sache gewaltig: „Nach Ballverlusten sind wir zum Teil nur trabend und nicht in hohem Tempo wieder hinter den Ball gelaufen. Das war anders besprochen“, monierte Sauer, der im letzten Spiel des Jahres, kommende Woche gegen Ummendorf, diesbezüglich auf Besserung hofft.

Tore: 1:0 Marcus Bolze (10.), 1:1 Maximilian Lange (35.), 1:2 Julian Stellmacher (77.) Schiedsrichter: Marcel Theumer (Halle) Zuschauer: 25