Schönebeck l Auf dem Weg in die dritte Runde des Fußball-Landespokals mussten die Kicker von Union Schönebeck bisher einmal nachsitzen. In Runde eins gegen Heyrothsberge ging es bis ins Elfmeterschießen (6:5). Die Hürde MSV Börde am vergangenen Wochenende wurde ohne Fehler übersprungen. Nach 90 Minuten stand ein 2:1-Erfolg auf der Anzeigetafel. In den bisherigen Pokalpartien spielte sich vor allem ein Akteur beim Landesligisten in den Vordergrund. Marcus Bolze erzielte aus dem Spiel heraus bisher drei Treffer und versenkte auch beim Elfmeterschießen gegen Union Heyrothsberge seinen Versuch sicher.

Selbstbewusst auftreten

Doch nicht nur seine Qualitäten werden im Spiel gegen den ligahöheren SV Westerhausen gefragt sein. „Natürlich ist es auch für die Mannschaft gut, wenn sie wissen, dass ein Marcus Bolze aus wenig viel machen kann. Dennoch hat jeder eine Aufgabe im Spiel und muss diese zu 100 Prozent erfüllen“, ist sich der Union-Coach Thomas Sauer sicher. „Marcus ist ein Teil in unserem Puzzle. Es bringt uns nichts, wenn er drei Tore macht und wir vier kassieren“, sagt Sauer und nimmt somit alle in die Pflicht, außer Christian Reineke und Aaron Schäfer. Beide stehen nicht zur Verfügung.

Verfolgt haben die beiden Unioner die Auslosung dennoch, denn der Coach schickte den Link in die Whats-App-Gruppe der Mannschaft. Eine große Reaktion blieb aus, einzig der Trainer hat den Gegner bekommen, den der sich gewünscht hatte. Eine höherklassige Mannschaft, die auf dem heimischen Rasen bezwungen werden soll. Wie sieht der Plan, der in die Tat umgesetzt werden soll, aus? „Jeder muss alles einbringen. Wir besitzen viel Selbstbewusstsein und spielen mutig sowie laufintensiv. Zudem müssen wir die wenigen Chancen, die sich ergeben, konsequent nutzen“, macht Sauer deutlich.

Individuelle Klasse nicht unterschätzen

Denn der Gegner ist schon eine große Herausforderung für die Elbestädter. „Westerhausen ist schwierig zu bespielen. Sie spielen sehr robust und sind enorm zweikampfstark“, hat sich der Coach über den Gegner bestens informiert und schiebt nach: „Für die Verbandsliga-Saison haben sie sich individuell gut verstärkt. Das ist definitiv ein Gegner, gegen den wir uns beweisen können.“

Die Chancen gegen Westerhausen stehen demnach für den Coach 50:50. Eine gewisse Portion Selbstbewusstsein und auch Optimismus schwingt beim Coach bei jeder Aussage mit. Grund dafür ist die hohe Trainingsbeteiligung unter der Woche und der Einsatz und die Leidenschaft bei den jeweiligen Einheiten. Dass die Aufgabe hart wird, daraus macht aber auch Sauer keinen Hehl. „Grundsätzlich würde ich schon sagen, dass Westerhausen die bessere Spielanlage besitzt“, so der Übungsleiter.

Daher kommt es auch auf mehr an als auf einen gut aufgelegten Marcus Bolze. „Alle müssen über 90 Minuten hellwach sein und die Fehlerquellen so gering wie möglich halten“, weiß der Coach. Somit kommt es also auf das Kollektiv an. Es soll die individuelle Überlegenheit in die Knie zwingen. So wie es gegen Heyrothsberge und den MSV Börde bereits der Fall war.