Kleinmühlingen l Das Team besiegte auf eigenem Platz den SV Langenweddingen mit 2:1 (2:0). „Unsere Form ist absolut gut im Moment. Der Sieg war verdient“, resümierte TSV-Trainer Christoph Berlau nach dem Spiel. Dabei geriet der Erfolg, der vor allem auf der guten ersten Halbzeit basierte, doch noch in Gefahr. Grund waren zu inkonsequent ausgespielte Kontersituationen und zwei unnötige Platzverweise.

Durrhack trifft zum 1:0

Zu Beginn der Partie spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab. Entscheidende Feldvorteile konnte sich keine der beiden Mannschaften verschaffen. So musste ein platzierter Distanzschuss her, um das Eis zu brechen. Und als Eisbrecher fungierte Kleinmühlingens Sebastian Durrhack (21.). Er beförderte das Leder von der Strafraumkante mit einem strammen Schuss ins linke obere Toreck. Gäste-Keeper Sönke Deike streckte sich vergebens.

Deike stand auch gute zehn Minuten später im Mittelpunkt. Nach einem Eckball der Kleinmühlinger konnte er den Ball unter Bedrängnis nicht unter Kontrolle bringen, so dass die Kugel genau vor den Füßen des mit aufgerückten Tim Niklas Stüber landete. Dieser schob ohne große Mühe zum 2:0 ein. Wenig später fiel beinahe schon die Entscheidung, doch Kevin Junge bekam den Ball aus Nahdistanz nicht ins Tor (38.).

Anschließend hatte die erste Halbzeit nur noch eine nennenswerte Szene zu bieten. Und die war besonders schmerzhaft für Norman Möbes. Kleinmühlingens Kapitän ramponierte sich bei einem Zweikampf das Knie und blieb nach der Pause in der Kabine.

Drei Platzverweise

In Hälfte zwei stand dann schnell Heimkeeper Sebastian Brandt im Mittelpunkt. Er entschärfte einen Handelfmeter von Altenwedingens Fabian Richter (55.) Danach entwickelte sich ein Spiel mit vielen Nickeligkeiten, wobei auch der Schiedsrichter keine besonders gute Figur abgab, weil er zu spät Grenzen setzte. Nach einer Rangelei flogen Gästespieler Pascal Schweigel und TSV-Spieler Kevin Junge mit Roten Karten vom Feld (71.) und in der Schlussminute erwischte es auch Kleinmühlingens Maurice Härtel (Gelb-Rot) der, bereits verwarnt, den Ball bei einem gegnerischen Freistoß wegschoss. „Das war natürlich dumm. Aber das weiß er selbst. Er guckt jetzt einmal zu und tut was für die Mannschaftskasse“, hatte Trainer Berlau die Aktion schnell abgehakt.

Weniger entspannt war Berlau in der fünfminütigen Nachspielzeit, als Altenweddingen in Überzahl der Anschlusstreffer gelang. Doch auch zu neunt retteten die Kleinmühlinger den knappen Vorsprung über die Zeit.