Schönebeck l „Du kannst auch mal lachen“, rief Mathias Rhode, Kapitän des Fußball-Landesligisten Union Schönebeck, Tobias Brock zu. Denn er hatte gerade die Vorlage zum 4:0 für Justin Dehnecke gegeben. Eine abgerutschte Flanke landete auf der Latte und prallte ins Spielfeld zurück. Vielleicht war das der Grund, warum sich der A-Jugendliche, der neben Tim Seydlitz zum Einsatz kam, nicht freute. Denn am Ergebnis kann es nicht gelegen haben. 4:1 gewannen die Unioner auf der heimischen Anlage gegen den Verbandsligisten Fortuna Magdeburg und zeigten sich dabei überraschend frisch.

Poliscuks trifft doppelt

Denn zuvor war das Team um Thomas Sauer für zwei Tage in Goslar. Neben einer 17-Kilometer-Wanderung testeten die Schönebecker gegen den Goslarer SC. Auch wenn die Partie mit 2:3 verloren ging, hatte Coach Sauer „einige Dinge gesehen, die ich auch sehen wollte“. Die ersten 20 Minuten verschliefen die Elbestädter allerdings und kassierten zwei Gegentore. „Wir haben die Abstände zu groß gehalten. Danach haben wir uns besser sortiert und uns Möglichkeiten erarbeitet“, beobachtete Sauer. Die Belohnung? Ein Doppelpack von Dmitrijs Poliscuks sorgte für den 2:2-Halbzeitstand. „In Durchgang zwei war das Spiel recht ausgeglichen“, so der Coach. Einen Treffer gelang allerdings nur noch den Hausherren. „Dennoch haben wir gute Lösungen gefunden. Mit dem Auftritt bin ich zufrieden, da ich eine Entwicklung gesehen habe“, sagte Sauer.

Und dass er richtig lag, bewies seine Mannschaft dann am Sonntag gegen Fortuna Magdeburg. „Wir wussten, dass der Gegner viele spieltechnische Lösungen parat hat.“ Doch dazu kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt erst gar nicht, denn Union setzte den Gegner früh unter Druck und zwang die Fortunen somit zu Fehlern. Und genau so wollte es Sauer auch sehen: „Ich wollte einfach wissen, wie lange wir das gegen einen Verbandsligisten durchhalten können und welche Lösungen wir auf dem Platz finden.“ Beide Aufgaben haben die Schönebecker mit Bravour bestanden. Nach 18 Minuten war Fritz Weidemeier zur Stelle und markierte den 1:0-Halbzeitstand.

Trotz einigen Wechseln kein Einbruch

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts tauschte Sauer dann durch. An der Herangehensweise seiner Mannschaft änderte sich aber wenig. Denn die Wechsler absolvierten ihre Sache gewissenhaft, sehr zur Freude des Trainers: „Wir haben nicht locker gelassen“, bestätigte Sauer. Ständiger Unruheherd in der Sturmspitze der Unioner war Poliscuks, der sich viel bewegt hat. „Allgemein haben wir auf dem Platz viel kommuniziert“, so Sauer. „Wir hatten aber auch Glück, dass Fortuna, gerade zu Beginn der zweiten Hälfte, die Chancen nicht genutzt hat.“

Dennoch war der Übungsleiter der Meinung, dass es halt nur Testspiele sind. So probierte Sauer wieder einiges aus. Rhode spielte abermals in der Innenverteidigung. In der Saison sollen diese Positionswechsel für mehr Variabilität sorgen. Der Doppeltest war also perfekt für dieses Vorhaben. „Ich bin mit den zwei Spielen sehr zufrieden. Auch die teambildende Maßnahme hat viel Spaß gemacht“, fasste Sauer zusammen.