Salzlandkreis l Zu sehr hatten die Pandemie-Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit darauf hingedeutet. Die Sportverbände waren damit zum Handeln gezwungen. Egal ob Fußball, Handball, Classic-Kegeln, Tischtennis oder Volleyball, die Verantwortlichen in den betreffenden Landesverbänden waren nicht zu beneiden. Aufgrund des aus der Bundespolitik verhängten Lockdowns ab dem heutigen Montag mussten sie entscheiden, wie mit den geplanten Punktspielen am zurückliegenden Wochenende umgegangen wird. Auch die Sportler aus dem Salzlandkreis warteten gespannt darauf, welches Ergebnis dabei herauskommt. Die Meinungen dazu gingen auseinander. Einige wollten unbedingt noch einmal spielen, andere schätzten das Risiko dabei als zu groß ein.

Ebenso kontrovers wurde auch bei den Sportfunktionären diskutiert. Das Resultat waren unterschiedlichste Vorgehensweisen. Während im Fußball eine Generalabsage bis einschließlich 30. November beschlossen wurde, setzen die Kegler ihren Spielbetrieb sogar bis Ende des Jahres aus. „Hintergrund für den sofortigen Vollzug ist die Tatsache, dass durch einzelne Landkreise und Kommunen bereits jetzt eine sofortige Schließung aller Sportanlagen angeordnet worden ist“, teilte der Landesverband Kegeln/Bowling (LV K/B) auf seiner Homepage schriftlich mit.

Selbstbestimmtes Handeln

Auf selbstbestimmtes Handeln setzte man indes bei den Handballern, Volleyballern und Tischtennis-Spielern. Diese Verbände setzen ihren Spielbetrieb selbstverständlich auch ab heute für einen Monat aus, stellten es den Vereinen jedoch frei, ihre Spiele am 31. Oktober/ 1. November noch auszutragen. „Spiele bis einschließlich 1. November 2020 können nur auf gegenseitiger freiwilliger Basis ausgetragen werden“, beschloss beispielsweise der Tischtennis-Landesverband (TTVSA).

Folgerichtig wurde gestern und vorgestern nur vereinzelt gespielt. Nun steht die Amateur-Sportwelt vorerst still.