Schönebeck l Gegen die jungen Ehlestädter, von denen einige Akteure bereits in der Regionalliga aktiv waren und die bislang problemlos ihre Spiele siegreich gestalteten, wollten sich die Schönebecker so teuer wie möglich verkaufen, waren aber dennoch klarer Außenseiter. Doch an diesem Tag zwangen die Unioner mit einer Leistungssteigerung Biederitz mit 7:5 in die Knie und sorgten somit für ein überraschendes Resultat.

Früher Rückstand

Zu Beginn der ersten Einzelrunde schien aber alles den erwarteten Verlauf zu nehmen, denn der DJK erarbeitete sich mit zwei Siegen im oberen Paarkreuz eine 2:0-Führung. Andreas Gärtner legte druckvoll los und erspielte sich gegen Klaidas Baranauskas eine 2:0-Satzführung, die der Schönebecker aber nicht verteidigte. Marcus Schmidt, der einen Zug verpasste und etwas verspätet eintraf, musste „kalt“ an die Platte treten. Dem höherklassig erfahrenen Darius Heyden war Schmidt allerdings nicht gewachsen und verlor 0:3.

Biederitz baute den Vorsprung durch einen Drei-Satz-Sieg von Lars Ernst über Andy Kohl weiter aus. Der Schönebecker lag zunächst noch in Führung, doch Ernst, der sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, fing den Schönebecker ab. Kohl leistete jedoch erheblichen Widerstand.

Der 3:1-Sieg von Martin Unglaub gegen Anton Voges leitete dann die Aufholjagd der Gastgeber ein. Taktisch klug agierte Unglaub. Lediglich im zweiten Abschnitt, als der Schönebecker mit den Aufschlägen des Ehlestädters Probleme hatte, bekam Voges Oberwasser. Doch als sich der Unioner besser darauf einstellte, wurde die Überlegenheit Unglaubs deutlich.

Das untere Paarkreuz legte sofort nach und erzwang den Ausgleich vor der zweiten Runde. Marius Bromann scheint sich immer besser in der neuen Spielklasse zurecht zu finden. Gegen Max Höbel, der bislang lediglich ein Spiel verlor, setzte sich der Youngsters souverän mit 3:0 durch. Felix Braumann vollendete den 3:0-Lauf der Unioner. Allerdings wirkte Braumann etwas fahrig, spielte dann mit mehr Risiko und wurde dafür belohnt.

Das Spitzenspiel zwischen Gärtner und Heyden entwickelte sich zu einem Duell auf Augenhöhe und war der sportliche Höhepunkt. Gärtner war sofort auf Betriebstemperatur und ließ mit variablen Tempowechseln in seinem Angriffsspiel Heyden nicht immer den gewünschten Spielraum. Dennoch wehrte sich der junge Biederitzer, so dass sich ein packendes Spiel mit teilweise starken Ballwechseln entwickelte, wobei es fast zwangsläufig in den Entscheidungssatz ging. Gärtner erspielte sich einen Matchball. Doch Heyden gab nicht auf und konnte sich in einem dramatischen Kampf in der Verlängerung durchsetzen.

Auch Schmidt steigerte sich und bot gegen Baranauskas seine bisher stärkste Vorstellung im Union-Dress. Baranauskas startete besser, doch Schmidt blieb griffig und erspielte sich zwei Mal eine Satzführung. Allerdings konnte er die Chancen nicht nutzen, so dass der Rand-Magdeburger den Kopf noch einmal aus der Schlinge zog (3:1). Dies blieb der letzte Spielgewinn der Gäste, denn die Schönebecker drehten mit einem beeindruckenden 4:0-Lauf das Match.

Zunächst schien der junge DJK-Akteur Voges zu dominieren. Doch Kohl blieb hartnäckig und gewann mit 3:0. Einen wichtigen Erfolg landete Unglaub. Der Unioner zwang seinem Kontrahenten Lars Ernst zunächst sein Spiel auf und erarbeitete sich eine 2:0-Satzführung. Der Biederitzer schlug zurück und kam zum Ausgleich. Unglaub fand im Anschluss zurück zur gewohnten Sicherheit und brachte den Erfolg unter Dach und Fach. Nun war die Chance groß, dass den Unionern eine Überraschung gelingen könnte.

Braumann konnte seine Stärke gegen Höbel besser einsetzen und erspielte sich vier Matchbälle. Drei wehrte der Biederitzer ab, ein Fehlaufschlag sorgte für die Entscheidung zugunsten der Hausherren. Die Siegchance war nun plötzlich gegeben, denn Bromann war gegen Jens Röttig klar favorisiert. Der Elbestädter zeigte eine konzentrierte Leistung und ließ keine Zweifel an seinen Erfolg aufkommen. Bromann ließ die Unioner nach seinem glatten 3:0-Sieg jubeln.

Statistik

Union Schönebeck: A. Gärtner (0), M. Schmidt (0), A. Kohl (1), M. Unglaub (2), F. Braumann (2), M. Bromann (2).