Salzlandkreis l Da das Tief mit reichlich Schnee rechtzeitig angekündigt wurde, absolvierten viele Sportbegeisterten ihre Runden bereits am Freitag. Zwar bei kalten Temperaturen, aber ohne die weiße Pracht ging es in die Natur. Am Sonnabend und am Sonntag hingegen war das Fortbewegen auf Straßen, Geh- und Feldwegen nicht mehr so einfach. Einige Fanatiker hielt aber auch das nicht auf. Allein am Wochenende wurden 3729 Kilometer eingesendet, sodass die 20.000-Kilometer-Marke locker geknackt wurde. Die Zielgerade ist aber noch nicht zu sehen.

Einer, der allerdings dafür sorgte, dass diese in absehbarer Zeit auch wirklich ins Auge gefasst werden kann, ist Andre Michaelis aus Großmühlingen. 135,81 Kilometer lief Michaelis bereits seit Beginn der Aktion Mitte Januar. „Bis zum Ende kommen sicher noch einige dazu“, versichert der Läufer aus Großmühligen.

Nach Verletzung aktiv

Das Michaelis bereits wieder munter seine Laufrunden drehen kann, ist dabei nicht selbstverständlich. „Aufgrund einer hartnäckigeren Verletzung seit Dezember 2020, konnte ich erst Mitte Januar wieder mit dem Laufen beginnen“, erzählt er. „Ich laufe immer draußen, bei Wind und Wetter. Gerade in den letzten Tagen waren die Feldwege sehr schwierig zu begehen durch den Schnee und das Eis“, macht Michaelis deutlich, wie sehr die Wetterlage die Sportler beeinträchtigt.

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Der Großmühlinger ist aber nicht nur für die Volksstimme-Aktion auf den Beinen. Er ist ein begeisterter Läufer und richtet seinen Blick positiv gestimmt in die Zukunft. „Ich freue mich dann auch schon auf die Laufveranstaltungen in diesem Jahr, sofern sie stattfinden können. Insbesondere auf den Berlin-Marathon und den Oberelbe-Marathon in Dresden, aber auch auf den Pflaumenkuchenlauf, den Eickendorfer Feldmarklauf, den Solvay-Cup und den Elbe-Ohre-Cup.“

Auch wenn Gudrun Kästner die körperliche Fitness besäße, sind Halbmarathon-Distanzen nicht ihre Stärke. Dennoch ist die 77-Jährige täglich in Calbe, ihrem Wohnort, unterwegs und erledigt sämtliche Wege zu Fuß. Auch der Gang zum Laden des Vertrauens am anderen Ende der Stadt sind keine große Hürde für die Calbenserin. So kamen am Freitag und am Sonnabend satte 12,45 Kilometer zusammen. „Am Sonntag darf ich mich ausruhen“, schrieb Kästner zu ihrem „Beweisbild“. Die Pause hat sich die 77-Jährige auch redlich verdient.

Und wer keine Lust auf ausgiebige Runden in der Natur hatte, schwang sich in den heimischen vier Wänden auf den Hometrainer. „Wetterbedingt“, wie es Karin Knabe aus Zens kurz und knapp zusammenfasst. 25 Kilometer kamen dennoch zusammen.

Ein klein wenig anders handhabte es Ingrid Frank aus Schönebeck. Zusammen mit ihrer Schwester und einer Sportfreundin ging es erst durch den Tiefschnee und dann zuhause auf den Hometrainer. Die anschließende Pause hatte sich auch Frank verdient.

Alf Krafczyk hingegen ließ seinen Hometrainer am Wochenende unberührt. Der Glinder war zu sehr mit dem Schnee schieben beschäftigt, sodass nur wenig Zeit blieb, um weitere Kilometer zu sammeln. „Aber auch das hat ausgereicht“, so Krafczyk. Auch so konnte der Sportbegeisterte bereits ein kleines Ziel abhaken. In der ersten Februarwoche sammelte der Glinder satte 21,8 Kilometer.

Deutlich mehr brachte die Ü 40-Trainingsgruppe auf die Uhr. Während allerdings Krafczyk seine Kilometer alleine absolviert, helfen bei der Trainingsgruppe von Union Schönebeck gleich acht Mitglieder mit. So kamen in der ersten Februarwoche 171,3 Kilometer zusammen. Und das alles trotz Schnee, schlechten Wegbedingungen und Eis. Chapeau!