Salzlandkreis l Dies gilt im Positiven, wie im Negativen. Im Vorfeld der Spielserie ist schwer auszumachen, wer schlussendlich im Auf- und Abstiegskampf die Nase vorn hat, beziehungsweise hinterherhinkt. Einen klaren Favoriten für die Spitzenposition gibt es nicht, wohl aber einen erweiterten Favoritenkreis, an dessen Spitze Fortuna Schneidlingen steht. Auch im Keller scheint die Lage unübersichtlich werden zu können, denn Absteiger wird es in dieser Saison definitiv geben.

SV Eintracht Blau-Gelb Peißen

Mathias Buszkowiak – ein Name der bei den Anhängern des SV Eintracht wohl Hoffnungen auf den ganz großen Wurf weckt. Er ist der „Königstransfer“ der Blau-Gelben und kam im Sommer von der TSG Calbe aus der Landesklasse. Damit könnte der 28-Jährige, der schon in der Oberliga kickte, könnte der entscheidende Baustein zum Staffelsieg werden. Die Frage ist allerdings auch, wie oft der Coach der Regionalliga-B-Junioren des 1. FC Magdeburg tatsächlich auflaufen kann. Kriegt er Trainerjob und Hobbyfußball gut gemanagt, mischt Peißen sicher ganz vorne mit. Denn die Truppe hat mit Platz drei im Vorjahr schon gezeigt, was sie drauf hat.

SG Kleinmühlingen/Zens II/ Eickendorf

Als Aufsteiger lieferte die SG in der vergangenen Spielzeit eine sehr gute Leistung ab und mischte unter den besten fünf der Liga munter mit. Dabei profitierte das Team auch immer mal wieder von Unterstützung aus der ersten Mannschaft, die einen breiten Kader vorzuweisen hatte und in der Landesklasse souverän Platz eins belegte. Im Spieljahr 2020/21 wird deshalb vieles davon abhängen, wie schnell sich die TSV-Erste in der Landesliga zurechtfindet. Passiert das zügig, kann die Reserve vielleicht sogar von mehr als Platz vier träumen.

SV Warthe Hakeborn

Auch wenn die Führungsspieler der Hakeborner um den 36-jährigen Torjäger Christoph Niemann schon ein wenig in die Jahre gekommen sind, muss man den SV Warthe ganz sicher für einen der vorderen Tabellenplätze auf der Rechnung haben. In der Vorsaison führte Nick Allert, welcher der unumstrittene Kopf der Mannschaft ist, sein Team auf Rang fünf. Auf ähnlichem Niveau wird das Team sich erneut bewegen wollen.

VfB Glöthe

Der Kader des VfB Glöthe hat sich zur neuen Saison kaum verändert, obwohl eine personelle Frischzellenkur dem Team sicher gut getan hätte. Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass der VfB praktisch wöchentlich eine neue Startformation aufbieten musste. Immer wieder fehlten wichtige Spieler und das Team konnte sich nicht einspielen und die notwendige Konstanz ins eigene Spiel bringen. So war Torjäger Steffen Linsdorf oft die Lebensversicherung des Teams. Sollte Denny Nevermann nicht mehr im Tor stehen, sondern dauerhaft neben Linsdorf als Angreifer agieren können, kann Glöthe sicher noch mehr Gefahr für die gegnerischen Abwehrreihen erzeugen und im Vorderfeld mitspielen.

MTV Welsleben

Licht und Schatten wechselten sich beim MTV zuletzt häufig ab. Folgerichtig reichte es beim Saisonabbruch im März nur zu einem biederen Mittelfeldplatz. Auf dem Papier bietet der Kader jedoch Qualität für mehr. Ob die Spieler es abrufen können, muss der Saisonverlauf zeigen.

SG Eiche Pobzig/Nienburg II

Wohl und Wehe hängen bei der SG wohl auch in dieser Spielzeit stark davon ab, wie viel Unterstützung der Nienburger Landesklasse-Kader bieten kann. Im zurückliegenden Spieljahr stand die Spielgemeinschaft lange unten drin, schwamm sich dann aber doch noch frei. Nun will man von Beginn an konstanter punkten.

SSV Blau-Weiß Barby

In Barby gab es im Kader kaum Veränderungen. Jedoch steht an der Seitenlinie ein neuer Mann. Routinier Achim Komor hat das Traineramt übernommen und kann auf eine eingespielte Truppe bauen. Das sollte eine gute Basis für eine solide Saison sein.

Fortuna Schneidlingen

Mindestens die Rolle des Geheimfavoriten trauen viele Kenner der Szene den Fortunen in dieser Saison zu. Nicht wenige haben sogar ausnahmslos die Schneidlinger auf dem Zettel, wenn es um das Thema Aufstieg geht. Grund dafür sind etliche starke Neuzugänge wie Robin Hohmann, der von Unseburg/Tarthun kam, oder Christoph Thume (Cochstedt). So wurde qualitativ und auch in der Breite etwas für den Kader getan. Auch die Spielgemeinschaft der Zweiten als SG Cochstedt/Schneidlingen II sollte einen stabilen Unterbau bieten. Finden sich alle Spieler schnell zu einer richtigen Einheit zusammen, kann der ganz große Wurf – nämlich der Aufstieg in die Salzlandliga – gelingen.

FSV Wespen

Nachdem der FSV zuletzt in der unteren Tabellenregion zu finden war, wird es zunächst darum gehen, genug Punkte gegen den Abstieg zu holen. Das Team wird dies aber sicher nur als Zwischenschritt sehen, denn vor allem zuhause sind die Wespener extrem schwer zu bespielen und holen traditionell viele Punkte. Gelingt das auch im Spieljahr 2020/21, ist sicher einiges möglich. Um ganz oben mitzumischen, wird es aber wohl nicht reichen.

SG Rathmannsdorf/Ilberstedt

Nach dem Zusammenschluss mit Ilberstedt musste sich das Team im Vorjahr erst einmal sondieren. Viele Akteure kamen aus der 2. Kreisklasse und mussten sich zunächst an das höhere Niveau gewöhnen. Diesen Gewöhnungsprozess sollte man nun bewältigt haben. Oberstes Saisonziel ist aber sicher der Klassenerhalt, wobei auch ein einstelliger Tabellenplatz nicht unmöglich scheint.

SSV G/W Schadeleben

Schadeleben befand sich vor der Corona-Pause in akuter Abstiegsgefahr. Ähnliches droht auch im neuen Spieljahr. Die Mannschaft kann die Klasse halten, wenn sie in der Lage ist, immer ihr volles Potenzial abzurufen. Und die Chancenverwertung muss unbedingt besser werden.

SV Rotation Aschersleben

Als Aufsteiger ist der SV Rotation stark einzuschätzen. Die Mannschaft wurde gut verstärkt und sollte für die eine oder andere Überraschung gut sein.

SG G/W Beesenlaublingen

Der zweite Aufsteiger aus Beesenlaublingen wird es indes wohl ungleich schwerer haben. Für die Grün-Weißen wird es von Beginn an um den Klassenerhalt gehen. Dabei hofft der Liganeuling auf seine gewohnt große Heimspielkulisse, die zu einigen Erfolgen anspornen soll. Außerdem wird vieles davon abhängen, ob Torjäger Constantin Dölz nach seiner Kreuzbandverletzung wieder richtig fit wird. 22 Treffer in der Vorsaison in der Kreisklasse sind ein gutes Indiz dafür, dass dies gelingt.