Staßfurt l Was aus den Resultaten der vergangenen Wochen nur bedingt abzulesen ist, wurde indes durch die Spielweise mehr als deutlich. Beim Blankenburger FV soll es wieder besser laufen. Auch wenn es zuletzt nicht rund lief, ist Staßfurts Trainer Jens Liensdorf vor der Reise in den Harz nicht allzu pessimistisch. „Wir haben an Blankenburg ganz gute Erinnerungen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir dort zweimal gewonnen. Einmal auf Kunst-, einmal auf Naturrasen. Deshalb fahren wir mit einem guten Gefühl dorthin“, sagt Liensdorf.

Von einer Favoritenstellung oder gar einem leichten Auswärtssieg will Staßfurts Coach im Vorfeld jedoch nichts wissen. „In der Tabelle ist alles sehr eng beieinander. Mit einem Sieg sind die Blankenburger schon an uns dran. Einen Favoriten sehe ich deshalb nicht. Der Spielausgang ist tagesformabhängig und auch die Effektivität wird ein Thema sein“, schätzt Liensdorf ein. Dass die Favoritenrolle nicht unbedingt bei den Gästen aus Staßfurt liegt, bestätigen auch die vergangenen Spieltage. Blankenburg verlor zwar zuletzt bei Aufsteiger Möringen mit 0:1, blieb davor aber in fünf Spielen gegen durchaus namhafte Gegner ohne Niederlage.

Doch um Torchancen konsequent zu nutzen, müssen diese zunächst kreiert werden. Dies gelang dem SV 09 zuletzt nur mäßig. Eine Tatsache, die auch Liensdorf nicht verleugnet. „Im Moment ist bei uns ein kleiner Wurm drin. Wir müssen derzeit einfach damit leben, dass wir schlecht Fußball spielen“, so der Übungsleiter.

Doch wie soll die spielerische Durststrecke beendet werden? „Wir müssen im Training weiter hart arbeiten, dann kommt das auch wieder zurück. Wir werden aber auf keinen Fall die Mannschaft oder das Spielsystem komplett umkrempeln. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn.“

Doch bis es spielerisch wieder bergauf geht, sollen zunächst mit fußballtypischen Tugenden Erfolge eingefahren werden. Soll heißen, dass läuferisch und kämpferisch alles abgerufen werden muss, was in der Mannschaft steckt. Zudem gilt es, auch wenige Torchancen eiskalt auszunutzen. Zur Not auch über Standardsituationen. „Diesbezüglich haben wir uns einiges einfallen lassen“, verrät Staßfurts Trainer.

OP-Termin für Janich steht

Personell hat Liensdorf, außer auf der Torhüterposition, wenig Sorgen. Hier wird Dave Nöpel wieder den verletzten Marco Janich vertreten. Eine Personalrochade, die mindestens bis zur Winterpause bestand haben muss. Bei Janich ist ein Leistenbruch diagnostiziert und inzwischen steht auch der Termin für die notwendige Operation fest. Am kommenden Montag (4. November) unterzieht sich Janich dem notwendigen Eingriff. Erst danach wird wohl endgültig feststehen, wie lange der Keeper pausieren muss.

Was die Feldspieler angeht, sollte Liensdorf jedoch eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken können. Ob diese auch spielerisch überzeugen kann, muss sich jedoch erst zeigen.