Förderstedt l Lagen die Landesliga-Fußballer des SV Förderstedt vor der Partie gegen Union Heyrothsberge noch auf dem zwölften Rang, musste die Heimelf anschließend mit ihren Gästen die Tabellenplätze tauschen. Nach der 1:3 (0:2)-Niederlage rutschten die Gastgeber auf den 14. Rang ab. Wie so oft, hatten die Hausherren auch dieses Mal gegen eine Mannschaft aus dem unteren Drittel so ihre Probleme. Bereits eine Woche zuvor unterlagen sie Tangermünde (16.). Auch das Hinspiel in Heyrothsberge verlief für die Förderstedter alles andere als optimal. Mit einer herben 1:7-Klatsche fuhren sie damals nach Hause. In der aktuellen Begegnung ließen die Heyrothsberger „wenig zu“, so ihr Co-Trainer und Spieler Mathias Schumburg. Bereits in den ersten Minuten kamen sie dem Kasten der Heimmannschaft gefährlich nahe. Doch auch die Hausherren schenkten ihren Gästen nicht viel. Allerdings waren sie zusätzlich etwas vom Pech gebeutelt. Der erste Rückschlag ereignete sich nach einer Viertelstunde Spielzeit. Steven Albrecht passte auf Angreifer Markus Janich, der den Ball geradewegs in das gegnerische Tor köpfte. Gegeben wurde dieser Treffer jedoch nicht – es wurde Abseits gepfiffen. Jens Liensdorf, Trainer des SVF, haderte aber nicht nur mit dieser Entscheidung, sondern auch mit einigen weiteren der Schiedsrichter. Aber: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, musste auch Liensdorf zugeben. Zwei Latten- und ein Pfostentreffer, wie beispielsweise von Martin Stille (25.) im weiteren Verlauf der Partie, unterstützten das Selbstvertrauen nicht unbedingt. Das erste Tor des Tages markierten so die Gäste (19.). Im Zweikampf mit Maik Teutloff setzte sich SVU-Stürmer Mike Pinno, der erstmalig nach seiner Kreuzbandverletzung ein gesamtes Spiel absolvierte, durch und brachte den Ball diagonal im Tor der Förderstedter unter. Und die Gäste bauten in der letzten Minute der ersten Halbzeit ihre Führung sogar aus: Ein Strafstoß nach Foul im Strafraum wurde von Keeper Daniel Päpcke zwar vorerst gehalten, doch im Nachschuss von Union-Akteur Martin Henschel im Kasten untergebracht.

Nach Wiederanpfiff „wollte Förderstedt noch mal etwas bewegen“, so Schumburg. Der 1:2-Anschluss (60.) folgte dann auch durch Markus Janich. Ein Freistoß aus 20 Metern Entfernung senkte sich sehenswert ins Tor. Als „schwer zu halten“ bezeichnete der Heyrothsberger Co-Trainer den Treffer. „Es war ein enges Spiel. Aber nach unserem dritten Tor hatten nur noch wir Chancen.“ Tim Rieche lief einen Konter erfolgreich zu Ende und erhöhte zum 3:1-Endstand (78.). Die Spieler „haben viel investiert“, fasste Liensdorf zusammen. Dennoch wird die Niederlage im Kellerduell auch psychologisch nachhallen. Und Heyrothsberge? „Wir sind mit Personalproblemen losgefahren. Aber dann lief es besser als gedacht.“

Förderstedt: Päpcke – Liensdorf, Teutloff, Fischer, Markus Janich, Dübecke, Stille (84. Stockmann), Loch, Buschke (56. Isa), Albrecht, Marco Janich

Heyrothsberge: Biegelmeier – Christian Kloska, Rieche, Henschel, Thormeier, Pinno, Marcus Kloska (68. Schwertfeger), Nazare Vaz, Christopher Schumburg, Hofestädt, Groth (90+4 Mathias Schumburg)

Tore: 0:1 Mike Pinno (19.), 0:2 Martin Henschel (45.), 1:2 Markus Janich (60.), 1:3 Tim Rieche (78.); SR: Tim Heyer (Germania Halberstadt), Steffen Erhardt, Thomas Ratschat, ZS: 58