Staßfurt l Die Bodestädter müssen beim SV Irxleben ihre Visitenkarte abgeben. Duelle mit dem SV Irxleben hat Staßfurts Trainer Jens Liensdorf nicht unbedingt als Selbstläufer in Erinnerung. Zwar gab es im letzten Aufeinandertreffen mit dem SVI einen deutlichen 3:0-Heimerfolg, doch so klar dürfte es am morgigen Sonnabend in Irxleben wohl nicht werden. „Es waren in den vergangenen zwei Jahren immer packende Partien. In der letzten Saison zum Auftakt ein 0:0“, erinnert sich Jens Liensdorf zurück.

Gegner als kleine Unbekannte

Auch der eigene Auftaktsieg und die 1:3-Pleite von Irxleben bei Aufsteiger Möringer SV verklärt dem Coach der 09er nicht den Blick. „Ich bewerte diese Niederlage nicht über. Am ersten Spieltag bei einem euphorisierten Aufsteiger kann man verlieren. Außerdem ist Irxleben mit neuem Trainer und einigen Abgängen schon eine kleine Unbekannte“, mahnt Liensdorf.

Beim SVI hat Alexander Daul, der ehemalige Coach des MSC Preussen, das Ruder an der Seitenlinie von Vorgänger Thomas Sauer (jetzt Union Schönebeck) übernommen. „Man muss jetzt erstmal sehen, wo bei ihnen der Weg hinführt“, sagt Staßfurts Trainer. Intensiv hat man sich im Lager der 09er aber mit dem Gegner nicht beschäftigt. Vielmehr will man auf sich selber schauen.

„Wir haben gegen Warnau gesehen, wie schwer man sich tun kann“, sagt Liensdorf. Woran das lag? „Wir waren zu verkrampft, wollten zu viel“, so der Übungsleiter. Dessen Eindruck der Verkrampftheit haben die Spieler unter der Woche im Training übrigens bestätigt. Deshalb ist in Irxleben die wichtigste Marschroute für die Staßfurter Spieler: „Lockerer im Kopf werden und statt langen Bällen wieder mehr das Positionsspiel forcieren.“

Dies kann Aaron Zöger vorerst nicht tun. Der Youngster zog sich gegen Warnau einen Nasenbeinbruch zu, muss operiert werden und fällt mehrere Wochen aus. Privat verhindert ist indes Steven Stachowski und auch Torjäger Matthias Härtl droht ebenfalls aus privaten Gründen auszufallen. Eine Entscheidung fällt bei ihm erst kurzfristig vor dem Spiel.