Staßfurt l  Dies änderte sich für den Spitzenreiter am Sonnabend gegen den Rangzweiten SSV 80 Gardelegen. Die 09er siegten kanpp, aber nicht unverdient mit 2:1 (1:0). Gegen die anderen Spitzenteams vom FC Einheit Wernigerode und dem MSC Preussen hatten die Staßfurter im bisherigen Saisonverlauf Niederlagen kassiert. Diesmal lief es im Duell Erster gegen Zweiter besser für Staßfurt. Dank Felix Jesse, der zweimal vom Elfmeterpunkt traf (28., 65.) verteidigten die 09er ihren Spitzenplatz währen der SSV auf Platz vier abrutschte.

SSV fühlt sich benachteiligt

Die Gardelegener fühlten sich vom Unparteiischen jedoch benachteiligt und konnten die Niederlage nur schwer akzeptieren. „Ehrlich gesagt, fehlen mir ein wenig die Worte. Man kann Spiele verlieren, aber das Zustandekommen der Niederlage inklusive der Schiedsrichterleistung war in meinen Augen schon ein wenig fragwürdig. Für mich war der erste Elfer spielentscheidend. Wir hätten danach aber auch zurückkommen können, machen das Tor aber nicht. Staßfurt hat viel mit langen Bällen operiert und hatte damit eben Erfolg“, war Gästetrainer Norbert Scheinert nach der Partie ziemlich angesäuert.

Der angesprochene erste Strafstoß resultierte nach einem Staßfurter Freistoß in der Tat aus einer unübersichtlichen Situation. Matthias Oehme ging zu Boden und Schiedsrichter Silvio Rüdiger entschied sofort Strafstoß. „Der Schiri hatte die Situation schon vor der Ausführung des Freistoßes im Blick und hat die Spielertraube auch darauf hingewiesen. Deshalb hat er genau hingesehen und sofort gepfiffen“, gab Staßfurts Trainer Jens Liensdorf die Schilderungen des Unparteiischen wieder.

Dusel für Staßfurt

Ansonsten hatten die 09er das Spiel über weite Strecken der ersten Halbzeit gut im Griff. Erst nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Kapitän Markus Jeewe herrschte bis zur Halbzeit ein wenig Unordnung im Team der Gastgeber. So kam Gardelegen durch Clemens-Paul Berlin (42., Pfostenschuss) und einen anschließenden Kopfball von Xaver-Dan Haak (42., drüber) zu seinen besten Torgelegenheiten. „Da hatten wir ganz schön Dusel“, so 09-Trainer Liensdorf. In Halbzeit zwei hatten die Staßfurter aber wieder alles im Griff und durch Matthias Härtl (55., Pfosten) die große Chance zum frühzeitigen 2:0. „Er hat ihn mit dem Vollspann gut getroffen, hätte aber auch auf Matthias Lieder querlegen können“, schätzte Liensdorf die Situation ein. Als wenig später Marc Burdack von den Beinen geholt wurde fiel dann aber doch das 2:0. Felix Jesse verwandelte zum zweiten Mal sicher.

Unschöne Szenen

Unschöne Szenen gab es dann in der Schlussphase. Ein Zuschauer legte sich mit Gästetrainer Scheinert an. Die Folge: Der Zuschauer wurden von den Ordnern vom Sportplatz verwiesen und Scheinert musste die Coachingzone verlassen. „Der Zuschauer hat sich nicht korrekt verhalten. Unsere Ordner haben deshalb sofort ein Stadionverbot ausgesprochen“, berichtete Liensdorf. Anschließend wurde wieder Fußball gespielt und Sascha Gütte verkürzte für den Aufsteiger aus der Altmark in der Schlussminute noch zum 1:2. Am Sieg der Staßfurter änderte dies jedoch nichts mehr.

Tore: 1:0, 2:0 Felix Jesse (28./Foulelmeter, 65./Foulelmeter), 2:1 Sascha Gütte (89.).

SR: Silvio Rüdiger (Heyrothsberge) ZS: 130

Besonderes Vorkommnis: Norbert Scheinert (Trainer SSV 80 Gardelegen) wurde wegen unsportlichen Verhaltens aus dem Innenraum verwiesen (84.)