Tangermünde l Im ostaltmärkischen Derby der Verbandsliga hat sich der SV Medizin Uchtspringe am Sonntag deutlich 5:0 (4:0) bei Saxonia Tangermünde durchgesetzt. Am Ende waren sich die Verantwortlichen beider Mannschaften einig, es war ein verdienter Sieg der Gäste, die als Favorit in diese Partie gingen.

Medizin führt früh

Medizin gelang bereits in der dritten Minute die 1:0-Führung, als Charlene Leppich einschoss. Danach war es lange Zeit ein verteiltes Spiel. Uchtspringe stand geschickt und ließ Saxonia etwas kommen. Danach setzte Medizin aber Konter, die oft gefährlich waren.

Für das zweite Tor der Gäste war Lea-Christin Dähre verantwortlich, die in der 38. Minute nach einer Ecke am schnellsten schaltete.

Das war vor über 100 Zuschauern schon die Vorentscheidung, zumal Laura Maria Ziegler das 0:3 (41.) nachlegte. Ausgangspunkt war wiederum ein Eckball.

Vorentscheidung vor der Pause

In dieser Phase vor der Pause agierte Saxonia kopflos. Die Medizin-Frauen nutzten das gnadenlos aus und gingen durch Victoria Stein, die einen Abwehrfehler bestrafte, 4:0 in Front.

Nach dem Wechsel agierte Tangermünde etwas offensiver, hatte aber keine große Durchschlagskraft. Den schönsten Spielzug gab es in der 50. Minute. Nach gut getimter Flanke von Stein setzte Leppich einen Kopfball an. Saxonia-Torfrau Sandra Albrecht lenkte den Ball zur Ecke.

Tangermünde hatte durch Lena Ebeling ihre dicksten Möglichkeiten. Erst schoss sie knapp vorbei (58.) und dann setzte sie das Leder nach einem Freistoß ebenfalls hauchdünn neben das Tor (60.).

Matschkus setzt Schlusspunkt

Kurz vor Schluss der unterhaltsamen Partie traf dann Fabiene Maureen Matschkus noch zum 0:5.

„Uchtspringe hat verdient gewonnen. Wir haben einfach nicht das nötige Glück, der Ball will nicht rein. Uns fehlt es etwas an Selbstvertrauen und der Glaube, dass wir nach einem Rückstand zurückkommen. Der Kopf ist nicht frei und die Beine werden schwer. Die fünf Minuten vor der Pause haben uns das Genick gebrochen. Da war es für Uchtspringe zu einfach, die Tore zu schießen“, sagte Tangermündes Trainer Sven Bongarz. „Wir waren der Favorit. Drei Punkte waren ein Muss. Die haben wir auch geholt, ich denke, sie waren nie in Gefahr. In der ersten Halbzeit war es ein ganz starkes Auftreten meiner Mannschaft, damit war ich zufrieden. Wir haben den Ball laufen lassen und die Tore schön herausgespielt. An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir durchgewechselt, damit jede eine Chance bekommt, da ging der Spielfluss etwas verloren. Es war ein hochverdienter Sieg von uns“, meinte Uchtspringes Trainerin Kirsten Matschkus.

Statistik

FSV Saxonia Tangermünde: Sandra Albrecht, Lea-Sophie Richter (36. Julia Engelke), Hanna Köppen, Vanessa Ebeling, Johanna Sorge, Lena Ebeling, Lisa Stüfen (85. Franziska Koch), Jette Laurich, Franziska Riemer, Stefanie Klähn, Johanna Lohse - Trainer: Sven Bongarz

Medizin Uchtspringe: Saskia Kleinecke, Lea-Christin Dähre (58. Viktoria Zellmer), Nora Fahrenholz, Isabelle Bahlecke (77. Leonie Richter), Fabiene Maureen Matschkus, Laura Maria Ziegler, Nina Thiess, Alwine Balfanz (71. Natalie Feindt), Victoria Stein, Charlene Leppich, Sophie Schwander (46. Claudia Fried) -

Trainerin: Kirsten Matschkus

Schiedsrichter: Matthias Henke -

Zuschauer: 104

Tore: 0:1 Charlene Leppich (4.), 0:2 Lea-Christin Dähre (38.), 0:3 Laura Maria Ziegler (41.), 0:4 Victoria Stein (44.), 0:5 Fabiene Maureen Matschkus (90.+1).