Tangermünde l  Gegen den Staffelfavoriten Preussen Magdeburg siegten die Altmärker am Sonnabend 2:1 (1:1). Es war für Saxonia der dritte Sieg im dritten Saisonspiel. Der war aber gegen einen starken Gegner erwartet schwer erkämpft.

Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, wobei das Team aus der Landeshauptstadt spielerisch die bessere Klinge schlug und viel mehr Ballbesitz hatte.

Umkämpfte Begegnung

Speziell in der ersten Halbzeit hatten beide Teams gehörig Respekt voreinander, so dass sich eine intensiv geführte Partie entwickelte, ohne die großen Torchancen. Die erste Aufregung gab es nach einem Treffer von Rosario Schulze, der vom wieder starken Schiri Torsten Felkel keine Anerkennung fand. Die Hand war bei Schulze im Spiel (35.).

Kurz vor der Pause gingen jedoch die Gäste in Front. Nach einem Wirrwarr in der Saxonia-Hintermannschaft brauchte Patrice Goudou nur noch einzuschieben (43.). Das 0:1 auf der Anzeigetafel war der Halbzeitstand - so dachten jedenfalls die 240 Zuschauer.

Klitzing gleicht aus

Aber es kam anders. Als sich Alexander Klitzing im Strafraum durchsetzte, wurde er von zwei Preussen-Spielern in die Zange genommen. Felkel gab zum Entsetzen der Magdeburger Elfmeter. Florian Stark verwandelte eiskalt - 1:1 (45.). Ein Spielstand, der zu diesem Zeitpunkt gerecht war.

Korte sorgt für den entscheidenden Treffer

Nach dem Wechsel spielte Tangermünde mit dem Wind im Rücken und auch etwas offensiver. Schließlich war es Lars Korte, einer der erfahrenen Saxonia-Spieler, der das Leder zum 2:1 über die Linie drückte (58.). Den Preussen blieb noch genügend Zeit, um eine Niederlage abzuwenden. Und dementsprechend entwickelte sich auch danach das Spiel. Die Gäste ließen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, aber hatten vorn kaum Durchschlagskraft. Das lag unter anderem an einer Tangermünder Mannschaft, die diesen knappen Vorsprung mit Leidenschaft verteidigte. Die dickste Preussen-Chance verzeichnete noch Tim Schaarschmidt per Kopfball (75.).

Auf der anderen Seite entpuppten sich die Tangermünder Umschaltmomente weitaus gefährlicher. Besonders der eingewechselte Tom Künnemann war dabei in bester Einschussgelegenheit. Am Ende blieb es beim knappen 2:1-Sieg der Platzherren.

„Ich denke, wir haben nicht unverdient gewonnen. Man hat gesehen, dass wir mit solchen Mannschaften mithalten können. Dass Preussen mehr Ballbesitz haben wird, war klar. Wir hatten immer wieder gute Umschaltmomente, die wir besser ausspielen müssen. Die Mannschaft hat das taktische Konzept gut umgesetzt“, freute sich Tangermündes Trainer Steffen Lenz.

Statistik

FSV Saxonia Tangermünde: Dave Kuß, Franz Döhmann, Florian Stark, Richard Liebisch, Sebastian Bäther, Daniel Groß, Jonas Lehmann, Alexander Klitzing (89. Jonas Lehmann), Rosario Schulze (85. Tom Künnemann), Philipp Kühne (79. Nils Lautenschläger), Lars Korte (60. Pascal Lemke)

MSC Preussen Magdeburg: Nathan Ghazbaf, Tim Schaarschmidt, Hannes Schock, Patrick Appel (60. Tom Kupke), Marcus Preuss (77. Dennis Ritter), Alexander Geschke, Daniel Zoll (46. Tom Saager), Lorenzo Sori Acosta, Steve Röhl, Patrice Goudou (73. Ian Streißenberger), Daniel Stridde (60. Lukas Koch)

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel) -

Zuschauer: 240

Tore: 0:1 Patrice Goudou (43.), 1:1 Florian Stark (45./FE), 2:1 Lars Korte (58.)