Goldbeck l Torsten Kannenberg ist Stammkeeper bei Blau-Gelb Goldbeck in der Kreisoberliga. Das Fußball-Urgestein scheint unverwüstlich. Im Volksstimme-Interview steht er Rede und Antwort.

Volksstimme: Zuerst würde ich dich gern den Lesern vorstellen. Was kannst du über dich verraten?

Torsten Kannenberg: Ich bin 1,85 Meter groß, 88 Kilogramm schwer und 52 Jahre alt. Ich bin Tiefbauer in Osterburg und habe zwei erwachsene Söhne. Die spielen auch beide Fußball und sind Torwart wie ich. Einer spielt in Dobberkauf der andere in Bismark. Ich wohne in der Nähe von Bismark auf dem Dorf in Hohenwulsch.

Seit wann spielst du Fußball?

Ich spiele seit meiner Kindheit Fußball. Angefangen habe ich mit sieben, acht Jahren. Jetzt bin ich mit dem Fußball schon ziemlich alt geworden. Mal sehen wie lange es noch geht.

Welche Sportarten hast du noch betrieben?

Für andere Sportarten fehlt mir eigentlich die Zeit. Fußball lastet mich richtig aus. Aber ich interessiere mich für Handball. Ich schaue mir regelmäßig Spiele an und bin Fan vom SC Magdeburg.

In welchen Vereinen hast du schon gespielt?

Ich habe schon bei so vielen Vereinen gespielt, das schaffe ich jetzt gar nicht so einfach, das aufzuzählen. Mein Stammverein war immer TuS Schwarz-Weiß Bismark. Da kenne ich viele und vielleicht liegt meine sportliche Zukunft auch da.

Warst du schon immer Torwart?

Ja ich war schon immer Torwart und habe eigentlich nie was anderes gespielt. Auf der Position bin ich alt geworden.

In welchem Verein hast du als Kind gespielt?

Als Kind habe ich die meiste Zeit in Bismark gespielt. Eine kurze Zeit war ich mal bei Lok Stendal, das war sehr lehrreich für mich.

Mit welchem Verein hast du welche großen Erfolge gefeiert?

Das war mit Post Stendal. Wir sind damals aufgestiegen in die Landesliga und haben den Kreispokal gewonnen. Eine Sache, die ich noch gut in Erinnerung habe ist ein Spiel gegen den VfL Wolfsburg mit TuS Schwarz-Weiß Bismark. Da bin ich dem damaligen Trainer Dirk Grempler noch sehr dankbar, dass ich eine Halbzeit gegen die Profis von Felix Magath spielen durfte. Das war vielleicht das Highlight meiner Sportlaufbahn. Gegen Mandzukic zu spielen, das war schon ein Erlebnis. Das vergisst man nicht.

Wo hattest du deine beste Zeit?

Meine schönste Zeit war eigentlich bei Post Stendal unter Trainer Hardy Sommer. Das war eine wunderbare Zeit, da konnte ich viel lernen.

Wie lange willst du noch spielen?

Das entscheide ich von Jahr zu Jahr. Im Moment fühle ich mich noch ganz wohl und fit. Ich weiß noch nicht, wie die Personalplanung in Goldbeck für die neue Saison aussieht. Aber wenn man mich lässt, helfe ich in Goldbeck gern weiter mit.

Kennst du jemanden, der älter ist als du und in der Kreis­oberliga spielt?

Nein, da fällt mir keiner ein. Ich weiß, das Ulf Stoppa in der Kreisliga für Medizin Uchtspringe manchmal noch mitkickt. Der ist noch ein Jahr älter als ich.

Seit wann bist du in Goldbeck?

Ich bin seit 2018 im Verein. Mit den jungen Leuten komme ich gut klar. Mir macht es großen Spaß, da noch mitzuspielen. Vielleicht bin ich ja für den einen oder anderen ein kleines Vorbild.

Bei welchem Verein wolltest du schon immer mal spielen?

Mein großer Traum war es damals, in der Regionalliga-Zeit bei Lok Stendal Fuß zu fassen. Damals war ich ganz gut drauf. Aber ich hatte dann eine Virusinfektion, die mich ganz schön zurückgeworfen hat. So hatte ich da leider keine Chance.

Wann wirst du Trainer?

Wenn ich mal nicht mehr spielen kann, dann werde ich gern Trainer werden. Ich habe im Frauen- und Nachwuchsbereich schon Erfahrungen gesammelt und auch schon einige Anfragen bekommen. Aber etwas Konkretes gibt es noch nicht. Ich habe einige interessante Möglichkeiten, aber solange ich spielen kann, mache ich das.

Vielen Dank für das Gespräch