Magdeburg l Mit einem überraschenden 27:26-Erfolg ist die SG Seehausen in der Handball-Verbandsliga vom Auswärtsspiel beim Post SV Magdeburg zurückgekehrt.

Kopftreffer bei Seehausens Keeper

Mit nur einem Wechselspieler trat die SGS die Fahrt in die Landeshauptstadt an. Doch durch diesen Umstand waren die Gäste umso motivierter. Erst recht, als Keeper Christopher Helge nach zehn Minuten nicht mehr spielen konnte. Er bekam einen heftigen Kopftreffer, wirkte sogar benommen, aber ist wieder auf dem Weg der Besserung.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Postler mit einem Tor vorne (5:4) und erhöhten den Vorsprung kontinuierlich bis auf 15:11 (29.). Die Seehäuser ließen sich jedoch nicht abschütteln und verkürzten bis zur Pause durch Daniel Cornehl und Oliver Wille auf den Halbzeitstand von 15:13.

Post Magdeburg baut Führung aus

Mit Beginn des zweiten Abschnitts baute Magdeburg die Führung auf 17:13 (33.) aus. Man hätte böses ahnen können für die Leo-Sieben, aber weitgefehlt. Mit einem satten 5:0-Lauf erspielten sie sich selbst eine 18:17-Führung. „Damit hatten wir ihnen den Zahn gezogen“, resümierte Seehausens Coach Frank Leo.

Die Gastgeber nahmen daraufhin eine Auszeit, fanden danach aber nicht mehr zu ihrem Spiel. Seehausen legte noch einmal vor und führte 21:19. Nachdem die Gastgeber wieder ausglichen, wechselte die Führung stetig hin und her, kein Team setzte sich entscheidend ab, so dass sich ein wahrer Krimi entwickelte.

Spannende Schlussphase

In der 58:21 Spielminute warf Christian Walenciak für die sich in Unterzahl befindenden Seehäuser zum entscheidenden 27:26 ein. Die Postler brachten den darauffolgenden Angriff nicht unter, so dass die SGS wieder in Ballbesitz kam. Die letzten 30 Sekunden waren anschließend nichts für schwache Nerven. Leo zog die grüne Karte – Auszeit. Aber die Gäste vertändelten Ball, aber die Landeshauptstädter schmissen quasi den Konter weg und am Ende jubelten die Wischestädter über den hart erkämpften 27:26-Sieg.

„Wir haben uns von den Vier-Tore-Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht entmutigen lassen und unseren Stiefel heruntergespielt. Oliver Wille hat ein überragendes Spiel gemacht. Auch Christoph Nöring hat in der zweiten Halbzeit stark gehalten. Wir haben aber auch in der Abwehr gut gestanden. Die letzten 30 Sekunden waren nichts für schwache Nerven. Wir haben uns den Sieg verdient. Wir waren alle nach dem Spiel stolz auf uns und haben noch ein wenig gefeiert“, freute sich Frank Leo nach dem Spiel. Für Seehausen geht es bereits am 4. Januar 2020 weiter.

SG Seehausen: Helge, Nöring - Cornehl 3, O. Wille 9, Liepelt 3, Walenciak 3, Menofs 1, Wagener, Söhnel 8.